Ein französischer Polizeibeamter steht Wache, während im Hintergrund Sanitäter eine verletzte Person in einen Rettungwagen heben. (Foto: picture alliance/Alain Jocard/AFP/dp)

Paris: Attentäter soll Tat gestanden haben

  26.09.2020 | 20:35 Uhr

Die Polizei verdächtigt einen 18-Jährigen, zwei Menschen nahe der ehemaligen "Charlie Hebdo"-Redaktion in Paris mit einem Hackmesser schwer verletzt zu haben. Laut übereinstimmenden Medienberichten soll der junge Mann die Tat gestanden haben.

Wie französische Medien berichten, soll der 18-Jährige auch die von dem Satiremagazin "Charlie Hebdo" veröffentlichten Mohammed-Karikaturen bei seiner Vernehmung erwähnt haben. Er habe diese Karrikaturen "nicht ertragen", heißt es.

Der mutmaßliche Täter soll davon ausgegangen sein, dass die Redaktion der Satirezeitung noch in ihren alten Büroräumen untergebracht ist. Seit dem Anschlag von 2015 arbeitet die Redaktion aber an einem geheimen Ort unter Polizeischutz. Die Staatsanwaltschaft bestätigte die Angaben bislang nicht.

Zwei Opfer schwer verletzt

Am Freitagmittag waren zwei Menschen in unmittelbarer Nähe der ehemaligen Redaktionsräume des Satiremagazins "Charlie Hebdo" mit einem Hackmesser attackiert und verletzt worden. Bei den Opfern soll es sich um Mitarbeiter einer Film-Produktionsfirma handeln. Beide sind schwer verletzt, aber außer Lebensgefahr. Die TV-Produktion sitzt in dem Gebäude, in dem früher die Satirezeitschrift ihre Büros hatte.

Über dieses Thema berichteten auch die SR-Hörfunknachrichten vom 26.09.2020.

Artikel mit anderen teilen

Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja