Luxemburg-Frankreich (Foto: dpa/SR)

Vorerst keine strengeren Corona-Maßnahmen in Luxemburg

  18.10.2020 | 08:45 Uhr

In Luxemburg verzichtet die Regierung trotz einer steigenden Zahl an Corona-Neuinfektionen auf strengere Maßnahmen. Premierminister Xavier Bettel bezeichnete die Lage am Samstagabend als ernst, aber beherrschbar. Die Zahl der Neuinfektionen allein sei nicht ausschlaggebend

Bevor Premierminister Bettel zusammen mit Gesundheitsministerin Paulette Lenert vor die Presse trat, hatte sich das Kabinett mehr als drei Stunden lang beraten. Danach erklärten sie, dass sich die Situation trotz der Ausbreitung des Virus deutlich von der Lage im Frühjahr unterscheide.

50 Corona-Patienten in Krankenhäusern

Die luxemburgische Regierung bezieht sich dabei auf die Verhältnisse in den Krankenhäusern. Am Samstag waren rund 50 Corona-Patienten in stationärer Behandlung, das Durchschnittsalter der Betroffenen liegt derzeit bei etwa 37 Jahren. In den Kliniken gilt nach wie vor der Regelbetrieb, Behandlungen mussten bislang nicht heruntergefahren werden.

Sollte es jedoch zu einem deutlichen Anstieg bei der Bettenbelegung kommen, wolle die Regierung unverzüglich handeln. Bisher sind im Großherzogtum 133 Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben.

Über dieses Thema berichten auch die SR-Hörfunknachrichten vom 18.10.2020.

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