Emmanuel Macron bei der Neujahrsansprache am 31. Dezember (Foto: picture alliance/MAXPPP)

Macron hält an Rentenreform fest

Susanne Wachs / Onlinefassung: Rebecca Kaiser   01.01.2020 | 10:16 Uhr

Frankreichs Präsident Macron hat angekündigt, an den Plänen zur umstrittenen Rentenreform festzuhalten. Das hat er in seiner Silvesteransprache deutlich gemacht. Damit stellte sich Macron klar hinter Premierminister Phillipe, der die Rentenpläne umsetzt.

Die Reform sei ein Projekt der Gleichheit, dessen Form darin bestehe, mehr soziale Gerechtigkeit zu schaffen. Jeder eingezahlte Euro solle zukünftig für jeden die gleichen Ansprüche bringen. Macron verteidigte auch das umstrittene Gleichgewichtsalter, nach dem Arbeitnehmer zwar immer noch mit 62 Jahren weiter in Rente gehen könnten, ihre volle Rente aber erst mit 64 beziehen würden.

Fingerspitzengefühl bei Lösung des Streits

Macron hält an Rentenreform fest
Audio [SR 3, (c) SR3/Sabine Wachs, 01.01.2020, Länge: 00:41 Min.]
Macron hält an Rentenreform fest

Macron sei sich bewusst, dass die Reform bei einigen Menschen in der Bevölkerung Ängste auslöse und auf Widerstand stoße, allerdings forderte der Präsident auch alle Gegner der Reform auf, sich an der Suche eines Kompromisses zu beteiligen. Zudem erwartet er von der Regierung das nötige Fingerspitzengefühl um eine schnelle Lösung des Rentenstreits zu erreichen.

Streik seit dem 5. Dezember

Der Dauerstreik legt seit dem 5. Dezember vor allem den öffentlichen Nahverkehr in Paris und den Fernverkehr im Land lahm. Eine zeitnahe Lösung zeichnet sich im Machtkampf zwischen der Regierung unter Macron und den Gewerkschaften nicht ab.

Eine Streikpause zu den Feiertagen und über den Jahreswechsel- wie von Macron angeregt worden war - kam nicht zustande. Die Regierung will erst am 7. Januar wieder mit den Sozialpartnern zusammenkommen. Auch Zugeständnisse des Premiers Philippe hatten bisher keinen Erfolg gezeigt. Für den 9. Januar hat die Gewerkschaft CGT erneut zu einem nationalen Protesttag aufgerufen.

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 01.01.2020 berichtet.

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