Grenzschild zu Frankreich in Hanweiler (Foto: imago images/BeckerBredel)

Sieben neue Corona-Risikogebiete in Frankreich

  07.09.2020 | 06:40 Uhr

Frankreich hat am Sonntag sieben neue Corona-Risikogebiete ausgewiesen. Damit gelten nach Angaben der Regierung nun 28 der rund 100 französischen Verwaltungsbezirke als "rote Zonen", wo das Virus "aktiv zirkuliert".

Neue Risikogebiete sind neben den vier Départements Bas-Rhin, Nord, Seine-Maritime und Côte-d'Or mit Großstädten wie Straßburg, Lille, Rouen, Le Havre und Dijon die beiden Verwaltungsbezirke auf der Mittelmeerinsel Korsika und das Übersee-Département auf der Insel La Réunion im Indischen Ozean. Die Einstufung als Risikogebiet ermöglicht es den Behörden, die Corona-Maßnahmen zu verschärfen.

Zuerst waren im August der Pariser Großraum und Teile der Mittelmeerküste zu Risikogebieten erklärt worden. Deutschland hat eine Reisewarnung für die Pariser Region sowie die Côte Azur und die Provence ausgesprochen.

Sorgen auch in Grand-Est

Auch in der saarländischen Nachbarregion Grand Est sorgen sich die Behörden zunehmend um steigende Corona-Infektionszahlen. Nach Angaben der regionalen Gesundheitsagentur bewegen sich Metz, Nancy, Reims und Mulhouse derzeit knapp unter der Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

Starker Anstieg der Infektionen

Frankreich ist mit mehr als 30.700 Todesopfern eines der am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder Europas und hat bereits seit einiger Zeit mit einem starken Anstieg der Infektionszahlen zu kämpfen. Am Sonntagabend meldeten die Gesundheitsbehörden gut 7000 Neuinfektionen. Am Freitag und Samstag waren Rekordwerte von jeweils fast 9000 neuen Fällen gemeldet worden.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 07.09.2020 berichtet.

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