Mode aus Altkleidern (Foto: SR)

Neue Mode aus alten Kleidern

Leonie Rottmann mit Informationen von Sven Behrmann   11.02.2019 | 21:05 Uhr

Aus kaputten Kleidungsstücken neue machen: Das ist das Konzept im Luxemburger Laden "Benu Couture". Dabei verwenden die Mitarbeiter ausschließlich Materialien, die schon einmal benutzt wurden. So wird beispielsweise aus einer Hose ein Rock oder aus einem Hemd eine Mütze.

Die Rohmaterialien bekommt das Team als Spenden von Menschen, die ihre Kleidungsstücke nicht mehr brauchen oder sie wegwerfen würden. Kleidersammlungen aus Containern lehnt der Gründer des Ladens in Esch-sur-Alzette, Georges Kieffer, entschieden ab. "Wir haben recherchiert, dass weniger als zwei Prozent der Containerware tatsächlich an Bedürftige geht und der ganze Rest einfach Bestand eines internationalen Wirtschaftssystems ist", erzählt er in WimS – Grenzenlos.

Upcycling - Ein Luxemburger verkauft Mode aus Altkleidern
Video [Wir im Saarland - Grenzenlos, 11.02.2019, Länge: 05:07 Min.]
Upcycling - Ein Luxemburger verkauft Mode aus Altkleidern

Die Mode hat ihren Preis

Der Laden ist kurz vor Weihnachten eröffnet worden. Mit dem Konzept möchte Georges Kieffer Ressourcen schonen, Chemie vermeiden, Transportwege verkürzen und die Arbeiter besser bezahlen. Das hat seinen Preis: Rund 120 Euro bezahlen Kunden zum Beispiel für einen Rock. Die Preise für die Kleidungsstücke richten sich nach der Arbeitszeit. Pro Stunde werden 30 Euro berechnet. Davon bekommen die Näherinnen etwa die Hälfte.

Wenn irgendetwas kaputt geht, ändert das Team aus Näherinnen und einer Designerin das Stück oder flickt es. Denn die Kunden bekommen mit dem Kauf eines Kleidungsstücks im "Benu Couture" eine lebenslange Garantie.

Über dieses Thema wurde auch bei WimS – Grenzenlos im SR Fernsehen am 11.02.2019 berichtet.

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