Brückenübergang nach Luxemburg (Foto: SR)

Nächtliche Ausgangssperre in Luxemburg geplant

  23.10.2020 | 16:42 Uhr

Die luxemburgische Regierung hat am Freitagnachmittag wegen der weiterhin steigenden Infektionszahlen eine nächtliche Ausgangssperre ab kommender Woche im gesamten Großherzogtum angekündigt. Das teilte Premierminister Xavier Bettel auf einer Pressekonferenz mit. Bereits am Montag solle über die neue Gesetzesgrundlage beraten werden.

In Luxemburg sollen die Corona-Maßnahmen wegen der steigenden Infektionszahlen weiter verschärft werden. Auf einer Pressekonferenz am Freitagnachmittag zeigte sich Premierminister Xavier Bettel besorgt über die Lage im Großherzogtum. Nach einem Bericht des „Luxemburger Wort“ habe es durch die Auswertung aus den Kläranlagen Hinweise darauf gegeben, dass das Virus im Land deutlich präsenter ist, als bisher angenommen.

Weitere Beschränkung von privaten Treffen

Die neuen Regelungen sehen eine nächtliche Ausgangssperre von 23.00 bis 6.00 Uhr vor. Außerdem dürfen in Restaurants und zu Hause nur noch maximal vier Personen zusammenkommen. Bei Zusammenkünften von mehr als vier Personen ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes Pflicht. Darüber hinaus sollen auch Sportveranstaltung weitestgehend abgesagt werden.

Derzeit gelten die neuen Maßnahmen als Empfehlung. Die neue Gesetzesgrundlage soll am Montag vorgelegt werden. Man müsse jetzt reagieren, sagte Xavier Bettel am Freitagnachmittag. Bereits am Donnerstag wurden in Luxemburg fast 600 Neuinfektionen gemeldet. Auch am Freitag lag die Zahl über 500.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 23.10.2020 berichtet.

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