Ein fast ausgetrocknetes Flussbett (Foto: IMAGO / Torsten Becker)

Moselle verschärft Regeln für Wasserverbrauch

  03.08.2022 | 11:41 Uhr

Die Wasserknappheit im französischen Département Moselle verschlimmert sich. Grund dafür ist die auch in Frankreich anhaltende Trockenheit und Dürre. Die Präfektur setzt jetzt auf noch strengere Regeln beim Wasserverbrauch.

Zwölf Bäche im saarländischen Nachbar-Département Moselle sind inzwischen vollständig ausgetrocknet oder nur noch als Rinnsäle zu sehen. Die zuständige Präfektur ist alarmiert und hat einige ohnehin schon geltende Maßnahmen verschärft.

Das Verbot der Wassernutzung zum Gießen, Autowaschen und Reinigen von Terrassen, Fassaden oder Sportplätzen wurde auf den Zeitraum 8.00 bis 20.00 Uhr ausgeweitet. Auf den größeren Flüssen müssen Schiffe in den Schleusen bleiben.

Höchste Warnstufe in vielen Regionen

Die Einhaltung der Maßnahmen wird nach Angaben der Präfektur sowohl in Privathaushalten als auch in Betrieben kontrolliert.

Frankreichweit sind immer mehr Départements im Alarm- oder Krisenzustand wegen der Hitze und Trockenheit. In Grand Est gelten die höchsten Warnstufen vor allem in den Regionen um Straßburg, Nancy und Besançon.

Saarland laut Ministerium nicht betroffen

Im Saarland gibt es nach Angaben des Umweltministeriums derzeit keine Wasserknappheit. Es habe sich deutlich mehr Grundwasser gebildet als benötigt.

Laut ARD-Wetterzentrum war der Juli im Saarland bereits der dritte zu trockene Monat in Folge. Das Niederschlagsdefizit ist auf mehr als 100 Liter pro Quadratmeter gestiegen. Vor allem an kleineren Nebenflüssen von Saar und Mosel sei markantes Niedrigwasser.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 03.08.2022 berichtet.

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