Grüner Wasserstoff (Foto: picture alliance / Flashpic | Jens Krick)

Metz will Standort für "grünen Wasserstoff" werden

  19.10.2021 | 17:22 Uhr

Die Stadtverband „Eurométropole Metz“ will Standort für Wasserstoff aus Erneuerbaren Energien werden. In einer Mitteilung heißt es, dafür werde die Elektrofabrik in Metz (UEM) mit dem belgischen Konzern John Cockerill zusammenarbeiten.

Der belgische Anlagenbauer John Cockerill will den Angaben zufolge 100 Millionen Euro, die UEM in Metz 40 Millionen Euro investieren.

Nach Angaben des Stadtverbandes sind Industrie und der Straßenverkehr für die Hälfte des CO2-Ausstoßes im Raum Metz verantwortlich. Ziel sei daher, den Ausstoß und die Abhängigkeit von fossilen Energien auf dem Gebiet zu reduzieren.

Mehr als 7 Milliarden für Ausbau

Eine Sprecherin sagte dem SR, der grüne Wasserstoff solle bis 2025 entwickelt werden. Ab dann sollen die 13 Busse der neuen dritten Mettis-Linie fahren. Mettis-Busse sind Gelenkbusse, die in eigens für sie vorgesehenen Korridoren fahren. Bei Staus können sie diese aber über Umwege umgehen.

Bislang gibt es zwei Linien, die über die Innenstadt Außenbezirke miteinander verbinden. Im Anschluss sollen alle (normalen) Busse im Bereich des Stadtverbandes umgerüstet werden.

Hintergrund ist der Plan der französischen Regierung, bis 2030 7,2 Milliarden Euro in den Aufbau einer wettbewerbsfähigen Wasserstoffproduktion in Frankreich zu stecken.

Kostenübernahme durch den Staat

Regionale Verbünde können geeignete Projekte vorstellen und haben die Möglichkeit, dass bis zu 55 Prozent der Kosten unter anderem für Infrastruktur, Produktion und Vertrieb vom Staat übernommen werden.

Wasserstoff aus Erneuerbaren Energien

Der Konzern John Cockerill bei Lüttich in Belgien beschreibt sich selbst als Wasserstoffpionier. Firmenboss bei John Cockerill ist Bernard Serin, der in Lothringen aufgewachsen und heute der Präsident des französischen Fußball-Erstligisten FC Metz ist.

Grüner Wasserstoff wird durch Elektrolyse von Wasser hergestellt, wobei für die Elektrolyse ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien zum Einsatz kommt. 

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 19.10.2021 berichtet.

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