Demonstration gegen den Gesundheitspass (pass sanitaire) am 02.10.2021 in Lille (Foto: picture alliance/dpa/MAXPPP | Alexis Christiaen (pib))

Metz verbannt Demo aus der Innenstadt

Lisa Huth / Onlinefassung: Axel Wagner   16.10.2021 | 09:09 Uhr

Die geplante Demonstration in Metz gegen den französischen Gesundheitspass darf nicht in der Innenstadt stattfinden. Die Präfektur fürchtet Störungen und Auseinandersetzungen. Deshalb wurde die Demo verlegt.

Die für heute angekündigte Demonstration gegen den Corona-Gesundheitspass, den „pass sanitaire“, darf nicht wie geplant in der Metzer Innenstadt stattfinden. Das hat die Präfektur mitgeteilt. Bei vergangenen Demonstrationen sei die öffentliche Ordnung gestört worden, heißt es zur Begründung.

Rund um den Bahnhof

Außerdem sei es zu Auseinandersetzungen mit Geschäftsinhabern gekommen. Darum sei der Verlauf der Strecke verlegt worden.

Die Demonstration findet nun zwischen 14.00 Uhr und 17.15 Uhr zwischen dem Place de la République, dem Bahnhof und dem Europazentrum Robert Schuman statt. Mit Ausnahme dieser Demo sind außerdem zwischen 12.00 und 20.00 Uhr jegliche andere Kundgebungen in der Innenstadt von Metz verboten.

Regierung will Gesundheitspass verlängern

Die Regierung in Paris hat diese Woche einen Gesetzesentwurf vorgelegt, nach dem die Pflicht zum Vorzeigen des „pass sanitaire“ verlängert werden könnte. Ursprünglich sollte sie im November auslaufen.

Laut dem Gesetzesvorhaben kann das erst nach dem 31. Juli 2022 der Fall sein. Ausgenommen sollen die Départements sein, in denen die Corona-Inzidenz unter 50 liegt. Im Département Moselle, dessen Hauptstadt Metz ist, liegt sie derzeit bei 40.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 16.10.2021 berichtet.

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