Außenminister Asselborn zu den Entwicklungen in Luxemburg (Foto: SR)

Asselborn lehnt Testpflicht für einreisende Luxemburger ab

  29.07.2020 | 15:53 Uhr

Der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn lehnt eine Testpflicht bei der Einreise vom Großherzogtum nach Deutschland ab. Asselborn sagte, die Bundesregierung müsse bei ihrer Einschätzung die Besonderheiten der Situation in Luxemburg berücksichtigen. Eine Testpflicht an der Grenze würde massive Probleme verursachen.

Das Robert Koch-Institut hatte Luxemburg erst kürzlich zum Corona-Risikogebiet erklärt. Asselborn betonte, die Luxemburger Infektionszahlen müssten in ihrem Kontext gesehen werden.

Weltspitze im Testen

Luxemburg sei mit einer Testrate von über 12.000 Tests pro 100.000 Einwohner über einen Zeitraum von sieben Tagen im europäischen und im weltweiten Vergleich Spitzenreiter beim Testen, so Asselborn.

In Form von "Large Scale Testing" erfasst Luxemburg nach eigenen Angaben viele asymptomatische Fälle, die andernfalls nicht ermittelt würden. Auch die fast 200.000 Grenzgänger würden systematisch zum Test in Luxemburg eingeladen.

"Wir müssen diese Krise gemeinsam bewältigen und eine weitere Beeinträchtigung der grenzüberschreitenden Bewegungsfreiheit in der Grenzregion vermeiden", forderte Asselborn in Richtung Berlin.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am Montag eine Testpflicht für Einreisende aus Risikogebieten angekündigt.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 29.07.2020 berichtet.

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