Der Hammer eines Richters im Gericht (Foto: dpa/Ronald Wittek)

Luxemburg: Polizist wegen vorsätzlicher Tötung angeklagt

  02.03.2019 | 17:43 Uhr

Vor elf Monaten ist ein Mann in Luxemburg bei einer Verkehrskontrolle ums Leben gekommen, nachdem ein Polizist auf ihn geschossen hatte. Der Beamte wurde nun wegen vorsätzlicher Tötung und Körperverletzung angeklagt.

Nach einem Bericht auf der Internetseite des Luxemburger Wortes, der sich auf die Polizeipressestelle beruft, war am 11. April vergangenen Jahres ein Streifenwagen auf einen auffälligen Autofahrer aufmerksam gemacht worden. Einer der Beamten sei aus dem Dienstwagen ausgestiegen und habe dem Autofahrer deutliche Haltezeichen gegeben. Dieser habe jedoch beschleunigt und sei aus kurzer Distanz auf den Polizisten zugefahren.

Getöteter lebte in Deutschland

Der Beamte habe daraufhin Gebrauch von seiner Dienstwaffe gemacht. Der Fahrer sei getroffen worden und noch am selben Nachmittag seinen Verletzungen erlegen. Die Justiz habe bestätigt, dass der Autofahrer durch die Polizeikugel zu Tode gekommen war, heißt es in dem Bericht.

Bei dem Toten habe es sich um einen 51-jährigen Niederländer gehandelt, der in Deutschland lebte. Der zuständige Untersuchungsrichter hat am Donnerstag Anklage gegen den Polizisten erhoben.

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 02.03.2019 berichtet.

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