Abfallbehälter mit Papptellern und Speiseresten.  (Foto: IMAGO / mhphoto)

Luxemburg geht gegen Wegwerf-Produkte vor

Axel Wagner   27.04.2022 | 20:30 Uhr

Um das Müllaufkommen deutlich zu reduzieren, hat Luxemburg am Mittwoch eine Reihe von neuen Gesetzen verabschiedet. So sollen in den kommenden Jahren vor allem Wegwerf-Produkte reduziert werden oder sogar ganz verschwinden.

Mit gleich fünf neuen Gesetzen will Luxemburg sein Müllaufkommen deutlich reduzieren. Darüber hat am Mittwoch die Abgeordnetenkammer des Großherzogtums entschieden. Darin sind zahlreiche Maßnahmen enthalten: So sollen etwa bis 2023 mindestens 70 Prozent aller Altbatterien und Akkus gesammelt werden.

Start im Januar 2023

Ab Januar kommenden Jahres müssen unter anderem in Restaurants vor Ort servierte Mahlzeiten mit wiederverwendbarem Besteck angeboten werden. Außerdem sind auf öffentlichen Festen Einwegteller und -bestecke verboten, später dann sogar alle Einwegprodukte.

Staffelung nach Jahren

Ab Juli 2023 darf frisches Obst und Gemüse bis zu 1,5 Kilogramm nicht mehr in Plastikverpackungen angeboten werden. Werbung im Briefkasten ist ab 2024 nur noch nach ausdrücklicher Zustimmung des Empfängers erlaubt.

Ab 2025 müssen Lieferdienste ihr Essen in wieder verwendbarem Geschirr ausliefern und zurücknehmen.

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