Autos fahren über die Grenze nach Luxemburg (Foto: dpa/Oliver Berg/Montage SR)

Luxemburg verlängert Corona-Maßnahmen

  22.01.2021 | 20:50 Uhr

Luxemburg verlängert seine Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie bis zum 21. Februar. Das hat Premierminister Xavier Bettel nach einer Sitzung des Regierungsrates am Freitag angekündigt.

Es sei nicht die Zeit für Lockerungen, sagte der luxemburgische Premierminister Xavier Bettel. Die Zahl der Infektionen im Großherzogtum sei zwar gesunken. Angesichts der neuen Virus-Mutationen, die hochansteckend seien, gelte es aber vorsichtig zu bleiben.

In Luxemburg ist die in Großbritannien entdeckte Corona-Variante B.1.1.7 bisher in zwölf Fällen nachgewiesen worden. Man müsse wegen der Corona-Mutanten mit wieder höheren Infektionszahlen rechnen, sagte die Gesundheitsministerin Paulette Lenert. "Das Risiko ist real. Wir können das nicht ignorieren." Lenert sagte, das Großherzogtum plane bis Ende März gut 43.000 Menschen gegen das Coronavirus impfen zu können. Voraussetzung sei, dass genügend Impfdosen geliefert würden.

Im Gespräch mit Ministerpräsident Hans

Die Infektionszahlen sind in Luxemburg derzeit rückläufig. In der vergangenen Woche lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner bei 137. In der Vorwoche hatte die Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 165 gelegen.

Im Großherzogtum ist die Gastronomie geschlossen, es gibt eine nächtliche Ausgangsbeschränkung von 23.00 Uhr bis 6.00 Uhr. Bei den Kontakten gilt:  Maximal zwei Personen aus einem anderen Haushalt dürfen zu Besuch kommen. Der Einzelhandel ist seit dem 11. Januar unter strengen Auflagen geöffnet. Auch Kultureinrichtungen und Sportstätten sind mit Einschränkungen offen, in den Schulen läuft Präsenzunterricht. Die Lockerungen in Luxemburg sorgten für Unverständnis beim saarländischen Ministerpräsidenten Tobias Hans (CDU). Er kritisierte diese scharf.

Tests für Einreisende geplant

Am Freitag betonte der luxemburgische Premierminister, dass der sogenannte kleine Grenzverkehr mit Ausnahmen von der Quarantänepflicht für Pendler weiter bestehen bleiben soll. Dazu sei man mit Saar-Ministerpräsident Hans und der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) in Gesprächen.

Laut einem Bericht der Zeitung "Luxemburger Wort" müssen Personen, die aus einem Risikogebiet nach Luxemburg einreisen oder nach einem Aufenthalt in einem Risikogebiet zurückkehren, sich künftig einem Corona-Test unterziehen. Bis Montag sollen alle Details geklärt sein. 

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 22.01.2021 berichtet.

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