Die luxemburgischen Großherzogen Henri und Maria Teresa (Foto: picture alliance/Harald Tittel/dpa)

Kritik an Weihnachtsurlaub des Großherzogs

  31.12.2020 | 15:00 Uhr

In Luxemburg sorgt derzeit der Weihnachtsurlaub des Staatschefs für Aufregung. Großherzog Henri war über die Feiertage nach Biarritz an die französische Atlantikküste gereist und verbringt dort die Ferien mit seiner Frau Maria Teresa – und das, während Luxemburg im Corona-Lockdown ist. Der Hof verteidigt den Aufenthalt.

Aufgefallen war der Urlaub nach Medienberichten, weil unter dem Gesetz zur Verschärfung der Corona-Ausgangsbeschränkungen, das der Großherzog an Heiligabend unterzeichnet hatte, als Ort Biarritz angegeben war. Das sorgte vor allem in den sozialen Netzwerken für Kritik, weil sich Luxemburg noch bis mindestens 10. Januar im Lockdown befindet.

Hof: Urlaub nicht verboten

Der Hof verteidigte gegenüber Luxemburger Medien den Urlaub mit der Begründung, Auslandsreisen seien durch die aktuellen Maßnahmen nicht verboten, solange die Gesetze in den einzelnen Ländern beachtet werden. Die Pressestelle des Hofes teilte auf Medienanfragen mit, Großherzog Henri sei in ständigem Kontakt mit der Regierung und seinen Mitarbeitern. Auch sei unklar, wann der Staatschef wieder zurückkomme.

Premierminister Xavier Bettel sagte dem Luxemburger Fernsehsender RTL, der Aufenthalt sei das gute Recht des Großherzogs und keineswegs verboten. Zudem sei es derzeit viel gefährlicher, im Großherzogtum mit zehn Menschen zu feiern als zu zweit an der Atlantikküste. „Wenn der Großherzog mit seiner Frau alleine in Biarritz ist, sehe ich da gar kein Problem.“

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