Jean Asselborn (Foto: picture alliance/dpa | Stefan Puchner)

Über 4000 Anträge von Ukraine-Flüchtlingen in Luxemburg

  05.04.2022 | 15:47 Uhr

In Luxemburg sind mittlerweile rund 4000 Anträge von Ukraine-Flüchtlingen auf vorübergehenden Schutz registriert worden. Bislang ist dieser Status nach den Worten von Außenminister Asselborn 1040 Personen gewährt worden.

„Das ist enorm für ein Land mit 600.000 Einwohnern“, kommentierte Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn den aktuellen Flüchtlingsstrom aus der Ukraine, der das Großherzogtum erreicht hat. Asselborn teilte nach Medienberichten mit, dass in Luxemburg mittlerweile rund 4000 Anträge von Flüchtlingen aus der Ukraine auf vorübergehenden Schutz eingegangen sind.

Großteil in Privatunterkünften

1040 dieser Anträge seien bislang bewilligt. Derzeit seien 1600 Geflüchtete in den Einrichtungen des Nationalen Aufnahmeamtes (ONA) untergebracht, weitere 2400 in privaten Unterkünften.

Da das Erstaufnahmezentrum auf dem Kirchberg (SHUK) mit seinen 600 Plätzen in einer der Messehallen der Luxexpo ab 11. April nicht mehr zur Verfügung steht, ist man in Luxemburg-Stadt derzeit dabei, eine Alternative aufzubauen.

Asselborn: Können Flüchtlinge unterbringen

Insgesamt sind die Flüchtlinge in Luxemburg derzeit in 17 Einrichtungen untergebracht, größtenteils Hotels, aber auch Jugendherbergen. „Wir sind in der Lage, den Geflüchteten ein Dach über dem Kopf zu geben, sie zu verpflegen und ihren Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen“, so Asselborn.

Rund 89 Prozent der Geflüchteten haben nach Angaben des Außenministers die ukrainische Staatsbürgerschaft. Aber auch die übrigen elf Prozent könnten hier Schutz bekommen.

Die rechtspopulistische ADR fordert für diese Personen eine Überprüfung, ob sie wirklich Schutz in Luxemburg brauchen oder ob sie in ein anderes Land geschickt werden können. Das berichtet der Sender RTL. Die luxemburgische Linke verwies auf merkliche Unterschiede zum Umgang mit früheren Flüchtlingskrisen.

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