Kurzarbeitergeld (Foto: picture alliance/Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa)

Viele Beschäftigte in Frankreich und Luxemburg in Kurzarbeit

  13.05.2020 | 09:50 Uhr

Nach einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung befindet sich fast die Hälfte der französischen und luxemburgischen Beschäftigten in Kurzarbeit. In Deutschland hingegen seien etwa ein Viertel der Arbeitnehmer betroffen. Zum Saarland liegen laut Bundesagentur für Arbeit noch keine vergleichbaren Werte vor.

Nach Ansicht der Hans-Böckler-Stiftung hat sich in Europa die Kurzarbeit als Alternative zu Entlassungen zur Bewältigung der Corona-Krise "breit durchgesetzt". Für rund 50 Millionen Beschäftigte hätten Unternehmen in der EU sowie Großbritannien und der Schweiz Ende April 2020 Kurzarbeit beantragt. 

Rund 42 Millionen EU-Bürger

Allein in den 27 EU-Staaten sei für rund 42 Millionen Menschen Kurzarbeit beantragt. Dies entspreche knapp 27 Prozent aller Beschäftigten, so das Ergebnis einer Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung und des Europäischen Gewerkschaftsinstituts (ETUI) in Brüssel.

Anteil aus dem Saarland unklar

Gemessen an der Beschäftigtenzahl hatte laut Studie die Schweiz mit 48,1 Prozent den höchsten Anteil aller Anträge zur Kurzarbeit, gefolgt von Frankreich (47,8 Prozent), Italien (46,6 Prozent) und Luxemburg (44,5 Prozent). In Deutschland beziehen sich die Anträge auf Kurzarbeit auf etwas mehr als ein Viertel (26,9 Prozent) aller Beschäftigten. Nach Auskunft der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit liegen zum Saarland noch keine Zahlen zum Anteil der Beschäftigten in Kurzarbeit seit Beginn der Corona-Krise vor. Bis Mitte April verzeichnete die Direktion 9000 Unternehmensanzeigen.

In Europa am stärksten von Kurzarbeit betroffen seien Frankreich (11,3 Millionen Arbeitnehmer), Deutschland (10,1 Millionen), Italien (8,3 Millionen) und Großbritannien (6,3 Millionen).

Artikel mit anderen teilen

Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja