Aufgezogene Impfstoff-Spritzen liegen in einer Nierenschale. (Foto: picture alliance/dpa | Marijan Murat)

Luxemburg plant Warteliste für Impfstoffreste

  21.04.2021 | 15:46 Uhr

Impfstoff, der am Ende des Tages übrig bleibt, soll in Luxemburg bald nicht mehr entsorgt, sondern an Freiwillige verimpft werden können. Diese Änderung der Impfstrategie wurde am Mittwochmorgen in der Gesundheitskommission besprochen, berichtet das „Luxemburger Wort“.

Zwar bleiben nach Angaben des Gesundheitsministeriums üblicherweise nur wenige Dosen übrig, da diese gemäß den Anmeldungen vorbereitet werden. Wenn aber Menschen ihren Impftermin nicht wahrnehmen, musste der Wirkstoff bislang entsorgt werden. Das soll sich jetzt ändern.

Einigung im Gesundheitsausschuss

Sven Clement, Chef der Luxemburger Piratenpartei, schrieb auf Facebook, dass Freiwillige, die sich auf der kommenden Liste eintragen, per Telefon kontaktiert werden sollen, um die Möglichkeit einer spontanen Impfung zu erhalten. „Nachdem die Piraten in einem Antrag ein solches System für den vollständigen Einsatz der Impfstoffe gefordert hatten, bestätigte Premierminister Xavier Bettel heute im Gesundheitsausschuss, dass die Regierung bereit ist, ein solches Projekt umzusetzen.“

Eine ähnliche Liste gibt es bereits in Trier, zumindest für über 60-Jährige, die sich online einschreiben können und die dann innerhalb von 30 Minuten am Impfzentrum sein müssen. Die Auswahl erfolgt dort per Zufallsgenerator. Im Saarland gibt es solche Listen bislang nicht.

Artikel mit anderen teilen

Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja