Zwei Bergmänner unter Tage (Foto: SR)

Lothringische Bergleute noch ohne Entschädigungszahlung

Lisa Huth   29.07.2021 | 10:33 Uhr

Ein halbes Jahr nach dem Erfolg der lothringischen Bergleute im Prozess um Entschädigungszahlungen haben sie immer noch kein Geld erhalten. Das haben die für das Kohlebassin zuständigen Abgeordneten Hélène Zannier und Christophe Arend mitgeteilt.

In deren Schreiben heißt es, die Gewerkschaft CFDT habe sie um Intervention gebeten. Daraufhin haben die Abgeordneten bei den zuständigen Behörden und Ministerien erfahren, dass noch nicht alle Schriftstücke bearbeitet seien. Ein Grund sei die große Zahl der Kläger.  

Im Januar hatte ein Gericht in Douai entschieden, dass allein das Risiko, krebserregenden Stoffen ausgesetzt gewesen zu sein, für eine Entschädigungszahlung ausreicht. Die rund 726 Bergleute und ihre Familien aus dem Revier um Freyming-Merlebach sollen jeweils 10.000 Euro erhalten.

Lösung im Herbst versprochen

In Paris habe es nun geheißen, bis zum Herbst werde es eine Lösung geben. Der Kampf der Gewerkschaft CFDT für ursprünglich 860 Bergleute hat acht Jahre lang gedauert.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 29.07.2021 berichtet.

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