Französische Nationalfahne (Foto: dpa)

Mehr Freiheiten für Grand Est in Corona-Zeiten

mit Informationen von Lisa Huth   28.05.2020 | 18:45 Uhr

Die komplette Region Grand Est wird von der französischen Regierung ab 2. Juni mit "Grün" klassifiziert. Das bedeutet im Zuge der Corona-Krise deutlich mehr Lockerungen. 

Wie Premierminister Edouard Philippe am Donnerstag mitteilte, dürfen in ganz Frankreich zahlreiche Restaurants und Cafés wieder öffnen. Im Pariser Großraum und im Grenzgebiet zu Deutschland können laut der Nachrichtenagentur AFP Menschen zudem wieder öffentliche Parks und Gärten besuchen.

Lockerungen in Grand Est in Kraft
Video [SR Fernsehen, aktueller bericht, 02.06.2020, Länge: 03:05 Min.]
Lockerungen in Grand Est in Kraft

Auch Schwimmbäder, Sportzentren und Theater öffnen wieder. Diskotheken und Clubs bleiben hingegen weiter dicht. Zudem ist die Ausübung von Kontaktsportarten untersagt. Bis zum 2. Juni sollen alle Grundschulen wieder Präsenzunterricht anbieten. Ab dem 2. Juni folgen die Mittelschulen, die sogenannten Collèges.

Grenzkontrollen bleiben

Die Grenzkontrollen sollen jedoch bis zum 15. Juni aufrechterhalten werden. Die 100-Kilometer-Begrenzung für Reisen wird hingegen aufgehoben. Die zweite Phase der Lockerungen beginnt nach dem langen Pfingstwochenende. Mit mehr als 28.000 Todesfällen ist Frankreich eines der am stärksten von Covid-19 betroffenen Länder in Europa. Zuletzt hatte sich der Anstieg der Infektionen verlangsamt.

Corona-Lockerungen in Frankreich
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 28.05.2020, Länge: 01:29 Min.]
Corona-Lockerungen in Frankreich

Schutzkonzept für Großregion

Lockerungen in Grand Est
Audio [SR 1, Christian Balser/ Sabine Wachs, 29.05.2020, Länge: 02:05 Min.]
Lockerungen in Grand Est

Parallel zur Pressekonferenz des französischen Premierministers tagten die Abgeorndeten der deutsch-französischen Parlamentarierversammlung. Sie fordern eine Rückkehr zur Grenznormalität noch vor Mitte Juni.

"Seit Wochen ist die Rückkehr zu grenzüberschreitender Normalität zwischen Deutschland und Frankreich überfällig. Ich erwarte jetzt von der Bundesregierung aber auch von allen Vertretern der saarländischen Landesregierung ein klares Signal Richtung Paris, einvernehmlich auf Grenzkontrollen verzichten zu wollen", fordert der SPD-Fraktionsvorsitzende im Saarland, Ulrich Commerçon. Ein eng abgestimmtes Katastrophen- und Gesundheitsschutzkonzept in der Großregion sei notwendig.

Über dieses Thema haben auch die SR Hörfunknachrichten vom 28.05.2020 berichtet.

Artikel mit anderen teilen

Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja