Eine Krankenschwester auf der Infektionsstation eines Krankenhauses betrachtet in Schutzkleidung und mit einer Atemmaske zwei Abstrichröhrchen.  (Foto: Bernd Thissen/dpa)

Steigende Infektionszahlen in Grand Est

Marc-André Kruppa   03.09.2020 | 18:32 Uhr

In der saarländischen Nachbarregion Grand Est sorgen sich die Behörden zunehmend um steigende Corona-Infektionszahlen. Nach Angaben der regionalen Gesundheitsagentur bewegen sich die größten Städte dort um den kritischen Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

In Straßburg ist die Schwelle der Neuinfektionen bereits vergangene Woche erreicht worden. In Metz, Nancy, Reims und Mulhouse bewegen sich die Werte knapp unter der Grenze. Die Behörden können darauf mit zusätzlichen Corona-Beschränkungen reagieren.

In den meisten französischen Städten gilt bereits eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum. In Straßburg allerdings muss die Stadt diese Vorgaben nach einem jüngsten Gerichtsurteil wieder lockern, nachdem zwei Ärzte geklagt hatten.

Härtere Einschränkungen geplant

Metz ist eine der wenigen Großstädte in Frankreich, in der keine Maskenpflicht gilt. Der erst kürzlich gewählte Bürgermeister François Grosdidier hat im französischen Radio allerdings angekündigt, härtere Einschränkungen vorzunehmen, falls die Alarmschwelle von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschritten wird - und danach sieht es bald aus.

Sollten diese Werte für ein ganzes Département oder eine Region gelten, wird das Auswärtige Amt sie als Risikogebiete einstufen und Reisewarnungen aussprechen, so wie bereits in manchen anderen Regionen Frankreichs.

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten am 03.09.2020 berichtet.

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