Laboruntersuchung von Coronatestproben (Foto: IMAGO / Westend61)

In Indien verbreitete Virusvariante in Luxemburg nachgewiesen

  29.04.2021 | 18:47 Uhr

Im Großherzogtum Luxemburg sind drei Fälle der sogenannten Doppelmutation B.1.617 des Coronavirus nachgewiesen worden. Diese Virusvariante ist besonders in Indien stark verbreitet.

Die drei nachgewiesenen Fälle der indischen Variante in Luxemburg sind nach Angaben der dortigen Regierung durch Reisen zustandegekommen. Die Variante B.1.617 des Coronavirus zeichnet sich nach Angaben des Robert Koch-Institutes durch zwei Mutationen aus, die mit einer reduzierten Wirksamkeit der Immunantwort in Verbindung gebracht werden.

Außerdem gebe es Hinweise, dass diese Mutationen die Übertragbarkeit der Variante erhöhen könnten. Nach Einschätzung des RKI fehlt es jedoch gegenwärtig an gesicherten Erkenntnissen, um diese Variante als „besorgniserregend“ einzustufen.

Drosten durch Virusvariante nicht beunruhigt

Der Virologe Christian Drosten hält die besonders in Indien verbreitete Virusvariante nicht für allein ausschlaggebend für die hohen Neuinfektionszahlen dort. Es gebe etwa bisher keinen wissenschaftlichen Anhaltspunkt, dass die Virusmutation kränker mache.

Ausschlaggebend für die rasant gestiegenen Zahlen an Neuinfektionen in Indien sei vielmehr der geringe Immunschutz in der Bevölkerung in Kombination mit einer leichten Mutation. "Diese beiden Effekte kommen in Indien momentan zusammen", sagte Drosten dem NDR.   

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