Der Biontech-Impfstoff wird für eine Impfung vorbereitet (Foto: picture alliance/dpa | Sven Hoppe)

80.000 Impfungen bis Anfang Februar in Grand Est geplant

Gerd Heger / Onlinefassung: Thomas Braun   06.01.2021 | 16:37 Uhr

In der französischen Nachbarregion Grand Est sollen bis Anfang Februar 80.000 Menschen gegen Covid-19 geimpft werden. Ärzten geht das teils zu langsam - sie haben sich in einem Brandbrief an die Gesundheitsbehörde gewandt.

Ab Mittwoch seien 50.000 Impfdosen in zehn spezialisierten Krankenhäusern auf Lager, teilte die Generaldirektorin der regionalen Gesundheitsbehörde ARS Grand Est, Virginie Cayré, am Dienstagabend auf einer Pressekonferenz mit. 30.000 würden in regelmäßigen Lieferungen dazu kommen, um ab 11. Januar die Impfungen in den Kranken- und Pflegeheimen EHPAD durchführen zu können.

Am Dienstagabend seien 245 Impfungen durchgeführt worden. Ab Mittwoch würden die Impfungen auf Ärzte und Krankenpfleger über 50 ausgedehnt, auf Feuerwehrleute und Haushaltspflegekräfte, ebenfalls über 50 Jahre alt. Die zehn spezialisierten Kliniken sollen noch in dieser Woche externe Impfzentren eröffnen, pro Departement soll es zusätzlich je zwei Impfzentren geben.

Scharfe Kritik von Ärzten

Scharfe Kritik gab es im Moseldepartement vonseiten der Ärzte. In einem Brandbrief der Ärztekammer CDOM an die regionale Gesundheitsbehörde ARS vom Wochenende, der dem SR vorliegt, kritisiert Generalsekretär Dr. Philippe Berger die Langsamkeit bei der Organisation der Impfmaßnahmen. Außerdem werden die "unerklärlich erschwerten und unnötigen administrativen Prozeduren" gebrandmarkt, die von Ärzten und Krankenpersonal verlangt würden.

Politiker für prioritäre Belieferung von Grand Est

Kritik kam auch aus der Politik: Da die Region Grand Est mit 234 Fällen pro 100.000 Einwohner pro Woche weit über dem nationalen Durchschnitt liege, forderten einige Politiker eine prioritäre Belieferung der Region mit Impfstoffdosen.

Nach Angaben der ARS Grand Est lag die Zahl der im Krankenhaus behandelten Covid-19-Patienten am Dienstag bei auf hohem, aber stabilen Niveau von 3042 Personen. Die Anzahl der Patienten auf Intensivstation habe leicht zugenommen auf derzeit 301 Personen.

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