Grenzübergang Luxemburg (Foto: dpa/picture alliance)

Grenzpendler profitieren von Gesetzesänderungen

Elisa Teichmann / mit Informationen von Carolin Dylla   07.01.2019 | 16:35 Uhr

Zum Jahreswechsel sind in Frankreich und Luxemburg neue Gesetze in Kraft getreten. Einige davon betreffen auch saarländische Grenzgänger. So profitieren Arbeitnehmer in den Nachbarstaaten von Steuerentlastungen und Gehaltserhöhungen.

Nach den Protesten der Gilets Jaunes in Frankreich hatte Präsident Emmanuel Macron Maßnahmen zur Verbesserung der Kaufkraft angekündigt. Zum Jahresbeginn wurde der Mindestlohn um 100 Euro pro Monat angehoben und Überstunden werden nicht mehr besteuert.

Auch in Luxemburg werden Arbeitnehmer entlastet: Für geringqualifizierte Arbeitnehmer steigt der Mindestlohn um 22 Euro pro Monat. Damit verdienen sie in Luxemburg 13 Euro pro Stunde – in Deutschland dagegen etwas mehr als neun Euro pro Stunde. Außerdem führt Luxemburg zwei weitere Urlaubstage ein, einer davon wird der Europatag am 9. Mai sein.

Wer in Frankreich ein Haus oder eine Wohnung besitzt, profitiert ebenfalls von Neuerungen: Die staatlich festgelegten Gaspreise wurden zum Jahresbeginn um knapp zwei Prozent gesenkt.

Erleichterte Registrierung für die Europawahl

Eine Änderung ergibt sich auch mit Blick auf die bevorstehende Europawahl: Generell müssen sich im Ausland lebende Deutsche für Wahlen registrieren lassen. Für die Europawahl im kommenden Mai haben Wähler nun länger Zeit, sich in die Wahllisten eintragen zu lassen – die neue Frist läuft bis sechs Wochen vor der Wahl. Außerdem wurde die Online-Registrierung vereinfacht.

Interview mit Carolin Dylla
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 07.01.2019, Länge: 03:50 Min.]
Interview mit Carolin Dylla
SR-Journalistin Carolin Dylla im Interview zu den gesetzlichen Neuerungen in der Großregion 2019.

Über dieses Thema wird auch in "Wir im Saarland - Grenzenlos" im SR Fernsehen vom 07.01.2018 berichtet.

Artikel mit anderen teilen