Ambulanz (Foto: Lars Ohlinger)

Grand Est verschärft Corona-Maßnahmen

  10.04.2020 | 14:42 Uhr

In Grand Est in Frankreich gelten ab heute deutlich stärkere Einschränkungen im öffentlichen Leben. Wegen der Corona-Krise wird über das gesamte Osterwochende der Zutritt zu Parks und anderen öffentlichen Anlagen verboten. Auch sportliche Aktivitäten werden eingeschränkt.

Die Polizei in Grand Est hat angekündigt, verstärkte Kontrollen durchzuführen und Verstöße härter zu ahnden. Vielerorts in Frankreich ist es tagsüber verboten Sport im Freien zu treiben, unter anderem in Moselle. Wer nach Frankreich einreisen will, muss seit dieser Woche einen Passierschein dabei haben.

In der besonders schwer von der Corona-Pandemie betroffenen Region Grand Est sind aktuell 1854 Menschen an den Folgen des Virus gestorben. Etwa 4800 Erkrankte befinden sich im Krankenhaus. Über 900 von ihnen werden auf der Intensivstation behandelt.

Lage weiterhin angespannt

Zuletzt gab es leichte Lichtblicke: Anfang der Woche melden die Krankenhäuser, dass viele Patienten die Intensivstationen verlassen konnten. Im Vergleich zu Ende März gab es insgesamt weniger Einsätze für Notdienste.

Insgesamt bleibt die Lage in Grand Est weiterhin angespannt. Die meisten Corona-Fälle gibt es seit Ausbruch der Epidemie in den an Baden-Württemberg angrenzenden Departements Bas-Rhin und Haut-Rhin.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 10.04.2020 berichtet.

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Lars Ohlinger ist Mitglied der SR-Wirtschaftsredaktion und lebt mit seiner Frau und drei Töchtern in Metz. Seit der Sperrung der Grenze und den immer strikteren Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Frankreich lebt die Familie - wie alle Menschen in Frankreich - fast in einer Art Hausarrest. In seinem Tagebuch dokumentiert er für den SR die aktuelle Situation in Grand Est, aber auch ganz persönliche Eindrücke aus dem unmittelbaren Erleben inmitten einer schwer betroffenen Region.

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