Ein Schild in einer französischen Fußgängerzone weist darauf hin, dass das Tragen einer Maske verpflichtend ist. (Foto: picture alliance/Denis Charlet/AFP/dpa)

Maskenpflicht in Straßburg von Gericht teilweise gekippt

  03.09.2020 | 09:49 Uhr

Ein französisches Gericht hat die allgemeine Maskenpflicht in Straßburg und zwölf kleineren elsässischen Gemeinden gekippt. Dort galt seit Ende vergangener Woche rund um die Uhr auch im Freien eine Pflicht zum Tragen einer Maske. Dem Gericht ging das zu weit.

In einem Eilentscheid hat das Verwaltungsgericht in Straßburg am Mittwoch einer Klage von zwei Krankenhausärzten stattgegeben. Die Anordnung muss demnach bis Montag abgeändert werden. Das Gericht begründete dies mit der "Einschränkung der Freiheit" der Bürger und der zu großen Reichweite des Verwaltungserlasses. Es müsse Ausnahmen für Orte und Zeiträume geben, in denen nicht so viele Menschen zusammen seien und dadurch die Gefahr einer Krankheitsübertragung geringer sei.

Maskenpflicht gilt rund um die Uhr

Seit Ende August gilt in Straßburg und zwölf weiteren Gemeinden mit mehr als 10.000 Einwohnern eine generelle Maskenpflicht. Dort muss rund um die Uhr und auch im Freien eine Maske getragen werden. Ausnahmen gibt es nur für Sportler, Radfahrer und Leute mit einem ärztlichen Attest.

Die Präfektur hatte dies mit den steigenden Corona-Fallzahlen begründet. Mit knapp 5000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden ist laut der Gesundheitsbehörde Santé Publique die Situation landesweit "sehr beunruhigend". Im Frühjahr waren in der Region viele Krankenhäuser massiv überlastet.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 03.09.2020 berichtet.

Artikel mit anderen teilen

Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja