Ein Pendler geht an einem stillgelegten Zug vorbei. (Foto: Sadak Souici/Le Pictorium Agency via ZUMA/dpa)

Erneut Generalstreik in Frankreich

mit Informationen von Lisa Huth   17.12.2019 | 07:06 Uhr

Frankreich steht heute ein "schwarzer Dienstag" bevor. Mehrere Gewerkschaften haben erneut landesweit zu Streiks im Öffentlichen Dienst aufgerufen. Hintergrund sind die Proteste gegen die Rentenpläne der französischen Regierung.

Erneuter Generalstreik in Frankreich
Audio [SR 3, Lisa Huth, 17.12.2019, Länge: 01:02 Min.]
Erneuter Generalstreik in Frankreich

Eisenbahner, Lehrer, Ärzte, Notaufnahmen, Feuerwehr, Bodenpersonal auf Flughäfen: Nachdem auch die bislang an den Gesprächen beteiligte CFDT die vorgestellte Rentenreform nicht akzeptiert, muss in fast allen Berufszweigen mit Streiks gerechnet werden. So sind an der Uni in Metz alle Gewerke, nicht nur die Professoren zum Streik aufgerufen. Prüfungen müssen verlegt werden, niemand weiß, auf welchen Tag.

Wie schon seit zehn Tagen fährt kein TGV/ICE zwischen Paris und Frankfurt über Saarbrücken. Bis auf der Strecke Richtung Luxemburg fahren keine Regionalzüge, es gibt wenige Ersatzbusse. Auf den Autobahnen müssen Reisende und Pendler wegen Aktionen namens „Schneckentempo“ mit Staus rechnen, denn auch die Lkw-Fahrer haben jetzt Forderungen aufgestellt. Auf den Landstraßen sind spontane Aktionen Schneckentempo einzelner Bürger nicht ausgeschlossen.

Auswirkungen auf Saarbahn

Die Gilets Jaunes, die Gelbwesten, werden ebenfalls wieder auf den Kreiseln erwartet. Für den Nachmittag sind gleich zwei Großdemos angekündigt: In Nancy und Metz.

Der Streik bei der SNCF hat heute auch Auswirkungen auf den Saarbahn-Verkehr von und nach Sarreguemines. Die Saarbahn-Züge können nach Angaben des Unternehmens zwischen 16 und 21 Uhr nicht in den Bahnhof von Sarreguemines einfahren.  Die Bahnen fahren in diesem Zeitraum nur von und bis Hanweiler.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 17.12.2019 berichtet.

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