Autofahrer in Gelben Warnwesten beim Massenprotest in Frankreich (Foto: picture alliance/Jean-Francois Badias/AP/dpa)

Franzosen setzen Proteste fort

Lisa Huth / Onlinefassung: Sandra Schick   20.11.2018 | 14:50 Uhr

Der Protest der Menschen in Frankreich gegen hohe Benzinpreise und Steuern ist am Dienstag weitergegangen. Die Präfektur in Metz meldete vier grenznahe Blockaden der „Gilets Jaunes“, der Bürgerinnen und Bürger in gelben Warnwesten.

In Lothringen sind auch am vierten Tag in Folge die Proteste fortgeführt worden. Allerdings waren es weniger Aktionen als in den vergangenen Tagen. Laut der Präfektur in Metz gab es Straßen-Blockaden bei Hambach sowie in Forbach und Creutzwald. Auch die Zufahrt eines Möbelgeschäfts in Grossblittersdorff wurde von Demonstranten in gelben Warnwesten blockiert. Filter-Blockaden, Schneckentempo-Aktionen und die Besetzung von Mautstellen fanden auch an anderen Orten in Lothringen statt.

Proteste weiten sich aus

Die Proteste hatten am Samstag in ganz Frankreich begonnen. Dabei waren mehr als 1500 Straßenblockaden eingerichtet worden. Bei den Protesten ist eine Frau gestorben und mindestens 220 Menschen wurden verletzt. Inzwischen hat sich die Aktion der "Gilets Jaunes" auch auf Belgien ausgeweitet. Dort hatten Protestierende am Dienstag eine Autobahn von Mons nach Brüssel blockiert.

Der französische Präsident Macron verteidigte die Pläne für höhere Spritsteuern. Zugleich bekräftigte er seine Zusagen, Haushalten mit niedrigen Einkommen Subventionen für saubere Autos zu zahlen.

Über dieses Thema haben auch die Hörfunknachrichten vom 20.11.2018 berichtet.

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