Die französische Flagge vor dem Eiffelturm in Paris (Foto: dpa)

Frankreich hat Nationalfeiertag mit Einschränkungen gefeiert

  14.07.2020 | 19:47 Uhr

Am 14. Juli erinnert Frankreich jedes Jahr an die Erstürmung der Bastille 1789. Wegen der Coronapandemie fiel die traditionelle Militärparade in Paris allerdings aus. Auch im Saarland wurden Feierlichkeiten abgesagt.

Mit einer großen Miltitärparade auf den Champs-Élysées in Paris feiert Frankreich traditionell den Sturm auf die Bastille am 14. Juli 1789, der als Auftakt für die französische Revolution gilt. In diesem Jahr mussten die Feierlichkeiten wegen der Coronapandemie jedoch kleiner ausfallen.

Video [aktueller bericht, 14.07.2020, Länge: 3:08 Min.]
Ein französischer Nationalfeiertag im Zeichen der Corona-Pandemie

Präsident Emmanuel Macron beschwor den "Kampfgeist" der Franzosen in der Coronavirus-Krise. Das ganze Land habe "Hingabe, Hartnäckigkeit, Mut und Solidarität" bewiesen.

Zahlreiche Aktionen in den Kommunen

14. Juli: Französischer Nationalfeiertag
Audio [SR 3, Sabine Wachs, 14.07.2020, Länge: 03:53 Min.]
14. Juli: Französischer Nationalfeiertag

Feuerwerke waren in Frankreich untersagt, weil sie in der Regel Tausende Schaulustige anziehen. Die Stadt Thionville hat Corona-gerechte „Kreuzfahrten“ auf der Mosel organisiert, außerdem ein extra kreiertes virtuelles Feuerwerk auf Youtube.

In Forbach hat die Mannschaft des neuen Bürgermeisters Alexandre Cassaro innerhalb von zehn Tagen ein komplettes Programm auf die Beine gestellt. Dazu gehörten etwa Kinderbelustigung, Straßentheater, eine Oldtimerausstellung und Musik der Manouches, also der Sinti in Forbach – alles natürlich mit Abstand.

Feierlichkeiten im Saarland fallen aus

Ministerpräsident Hans bei den Feierlichkeiten zum französischen Nationalfeiertag in Paris (Foto: Staatskanzlei/photothek)
Ministerpräsident Hans bei den Feierlichkeiten zum französischen Nationalfeiertag in Paris

Im Saarland fiel der Bal Populaire, der traditionell zum französischen Nationalfeiertag am Saarbrücker Schloss gefeiert wird, in diesem Jahr wegen der Coronapandemie aus. Auch der Empfang konnte nicht stattfinden. Bei dem Empfang wird normalerweise auch die deutsch-französische Freundschaft beteuert.

Stattdessen reiste Ministerpräsident Tobias Hans nach Paris zu den Feierlichkeiten auf dem Place de la Concorde. Die französische Regierung hatte Vertreter aus Deutschland, Österreich, Luxemburg und der Schweiz zur Zeremonie eingeladen, um sich für die Aufnahme französischer Patientinnen und Patienten auf dem Höhepunkt der Corona-Pandemie zu bedanken.

Über dieses Thema berichteten die SR-Hörfunknachrichten am 14.07.2020.

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