Straßenblockade bei Streik in Frankreich (Foto: dpa/Christophe Petit Tesson)

Gewerkschaften in Frankreich planen Blockaden

mit Informationen von Lisa Huth   03.01.2020 | 08:48 Uhr

In Frankreich wollen die Gewerkschaften in der kommenden Woche ihren Streik gegen die geplante Rentenreform deutlich ausweiten. Bisher sind vor allem Reisende durch Zugausfälle im Nah- und Fernverkehr betroffen, unter anderem auf der Strecke Saarbrücken-Paris. Nun sind alle Berufszweige zum Ausstand aufgerufen. Dann könnte auch der Kraftstoff knapp werden.

Die kommunistische Gewerkschaft CGT ist zu allem entschlossen: Von Dienstag bis Freitag soll es eine Totalblockade von Raffinerien und Depots wie etwa in Metz, Straßburg, Mulhouse, Reichstett und Bitche geben. Dann werde überlegt, ob ganze Anlagen lahmgelegt werden könnten.

Die Regierung sorgt schon mal vor: Erstens sei eine Blockade der Raffinerien illegal und nicht durch das Streikrecht gedeckt. Zweitens drohe kein Spritmangel an den Tankstellen. Allerdings gab es bei den bisherigen Streiks schon vereinzelt Tankstellen, die auf dem Trockenen saßen.

Verringerte Stromproduktion

Zunehmend informieren die Medien die französischen Bürger auch über die wegen der Streiks verringerte Stromproduktion in den Atomkraftwerken, wie zum Beispiel in Cattenom. Per Gesetz dürfen die Mitarbeiter zwar streiken, müssen aber so viel liefern, dass es keine Stromausfälle gibt.

Bei den Zügen hat sich die Lage etwas entspannt. Allerdings nicht für die saarländischen Anrainer: Zwischen Saarbrücken und Paris fährt nach wie vor kein TGV. Auch die Regionalzüge ab Forbach fahren weiterhin nicht und nur wenige zwischen Saargemünd und Straßburg.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 03.01.2020 berichtet.

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