Symbolbild: Frankreich schränkt Bewegungsfreiheit ein (Foto: dpa/Jerome Gilles)

Frankreich verhängt Ausgangssperre

  16.03.2020 | 20:17 Uhr

Im Kampf gegen die Ausbreitung der Corona-Pandemie wird in Frankreich für mindestens zwei Wochen die Bewegungsfreiheit der Bevölkerung drastisch eingeschränkt. Das gab der französische Staatschef Emmanuel Macron in einer TV-Ansprache bekannt. Zudem wird die zweite Runde der Kommunalwahl verschoben.

Ab morgen, 15.00 Uhr, wird die Bewegungsfreiheit in ganz Frankreich drastisch eingeschränkt. Die Bürgerinnen und Bürger dürfen sich ab dann und für mindestens 14 Tage nur noch aus "unabdingbaren Gründen" aus ihren Häusern und Wohnungen begeben, beispielsweise zum Einkaufen, für Arztbesuche oder zur Arbeit zu gehen. Diese sollte aber soweit es geht auf Telearbeit umgestellt werden.

Dies hat der französische Präsident Emanuel Macron am Montagabend in einer Live-Fernseh-Ansprache verkündet. "Wir sind in einem Krieg. Wir kämpfen weder gegen Armeen noch gegen eine andere Nation. Aber der Feind ist da - und er rückt vor", sagte er und appellierte an die Bevölkerung, Ruhe zu bewahren. Wer sich nicht an diese Anordnungen hält, muss mit Geldstrafen rechnen.

Kommunalwahlen verschoben

Er kündigte auch an, dass der zweite Wahlgang der landesweiten Kommunalwahlen, der für nächsten Sonntag geplant war, verschoben wird.

Video [aktueller bericht, 16.03.2020, Länge: 3:01 Min.]
Geringe Wahlbeteiligung bei Kommunalwahlen in Frankreich

EU schließt Außengrenzen

Außerdem verkündete Macron in seiner Ansprache, dass die Europäische Union ihre gesamten Außengrenzen schließen werden. Diese Maßnahme solle für 30 Tage gelten: "Alle Reisen zwischen nicht-europäischen Ländern und der Europäischen Union werden für 30 Tage ausgesetzt."

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 16.03.2020 berichtet.

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