Ein Tempolimitschild in Frankreich. (Foto: IMAGO / Andia)

Frankreich gibt Kontrollen an private Blitzerwagen

  29.09.2021 | 17:51 Uhr

Auf den Straßen in Frankreich werden die Radarkontrollen künftig vermehrt von Blitzerwagen privater Firmen durchgeführt. Auch in der saarländischen Nachbarregion Grand Est kommen sie ab Oktober zum Einsatz.

Frankreich setzt in Zukunft bei der Geschwindigkeitsüberwachung auf den Straßen vermehrt auf private Firmen. Nach Angaben der Präfektur in Straßburg sollen dafür Blitzerwagen zum Einsatz kommen. Die privaten Kontrollwagen sollen rund um die Uhr auf den Straßen unterwegs sein und häufiger als die Polizei auf Unfallstrecken das Tempo kontrollieren.

Damit gibt die französische Polizei schrittweise die Radarkontrollen in private Hände und soll so mehr Zeit für andere Aufgaben bekommen, zum Beispiel für Alkoholkontrollen und Drogenverstöße am Steuer.

Keine Prämien vorgesehen

Wann und wo die mit Videoanlagen ausgestatteten privaten Blitzerwagen unterwegs sind, bestimmen nach wie vor die Behörden. Die Wagen erfassen Temposünder automatisch, während sie normal am Verkehr teilnehmen.

Wie die Präfektur weiter mitteilte, gibt es keine Erfolgsprämien für die Fahrer oder Firmen, die von der Zahl der erwischten Geschwindigkeitsverstöße abhängig ist. Der Fahrer wisse nicht einmal, wie viele Raser er auf seiner Tour ertappt habe, zudem können weder der Fahrer noch die Firmen auf die Bilder zugreifen.

In der Region Grand Est, die auch an das Saarland grenzt, sollen ab Oktober nach und nach 39 private Blitzerwagen eingesetzt werden.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 29.09.2021 berichtet.

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