Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (Foto: Michel Euler/AP/dpa)

Impfpflicht für Gesundheitspersonal in Frankreich

  13.07.2021 | 20:23 Uhr

Frankreich führt eine Corona-Impfpflicht für Gesundheits- und Pflegekräfte ein. Präsident Macron begründete dies mit der raschen Ausbreitung der Delta-Variante. Ab dem 21. Juli will Macron zudem die Corona-Regeln verschärfen.

Wenn man jetzt nicht handele, würden die Zahlen und die Einlieferungen in die Kliniken aufgrund der Delta-Variante des Coronavirus steigen, sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Alle Mitarbeiter von Krankenhäusern, Alten- oder Pflegeheimen müssen sich nach seinen Worten bis spätestens zum 15. September impfen lassen.

Strengere Regeln ab 21. Juli

Da die Fallzahlen in Frankreich derzeit steigen, will Macron außerdem ab dem 21. Juli die Corona-Regeln verschärfen. Im Kino und im Theater soll dann ein negativer Coronatest oder ein Impf- oder Genesungsnachweis notwendig sein. Die Regelung gilt sobald mehr als 50 Menschen zusammenkommen. Derzeit ist ein Nachweis erst bei mehr als 1000 Menschen verpflichtend.

Video [aktueller bericht, 13.07.2021, Länge: 3:04 Min.]
Test-Nachweise für Supermärkte und Restaurants in Frankreich geplant

Ab August soll es auch verpflichtende Nachweise in Fernzügen, Bars, Restaurants, Einkaufszentren und Krankenhäusern geben. Hierzu muss jedoch zuerst noch ein entsprechendes Gesetz verabschiedet werden.

Urlauber können Apps zum Nachweis nutzen

Für Franzosen ist im Rahmen der verschärften Regeln ein sogenannter Gesundheitspass "pass sanitaire" geplant. Frankreich-Urlauber können die Corona-Warnapp oder die Cov-Pass-App des Robert Koch-Instituts als Gesundheitsnachweis nutzen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 12.07.2021 berichtet.

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