Akten liegen auf einem Tisch. (Foto: picture alliance/dpa | Bernd Weissbrod)

Razzien bei Ferrero in Belgien und Luxemburg

  09.06.2022 | 08:03 Uhr

Nach einem Salmonellen-Ausbruch bei dem Schokoladenhersteller Ferrero sind in Belgien und Luxemburg mehrere Standorte des Unternehmens durchsucht worden. Das Unternehmen hatte kurz vor Ostern zahlreiche Schokoladenprodukte zurückgerufen.

Nach einer großen Rückrufaktion von Schokoladenprodukten Anfang April wegen Salmonellengefahr haben belgische und luxemburgische Ermittlungsbehörden am Mittwoch mehrere Standorte des Schokoladenherstellers Ferrero durchsucht.

Nach Angaben der belgischen Staatsanwaltschaft wurden dabei unter anderem Computer und Dokumente beschlagnahmt. Festnahmen habe es aber nicht gegeben.

Salmonellen bereits im Dezember entdeckt

Eine Razzia gab es demnach auch im Ferrero-Werk im südbelgischen Arlon, wo die verseuchten Kinder-Süßigkeiten hergestellt wurden. Die Niederlassung ist seit gut zwei Monaten geschlossen.

In dem Werk in Arlon waren bereits Mitte Dezember 2021 im Rahmen von Eigenkontrollen Salmonellen im Bereich von zwei Rohstofftanks festgestellt worden. Der Süßwarenhersteller steht nun im Verdacht, den Rückruf der Produkte erst verspätet gestartet zu haben.

Über dieses Thema hat auch die SR 3 Rundschau am 09.06.2022 berichtet.

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