François Fillon (Foto: dpa)

Ermittlungsverfahren gegen Fillon

  14.03.2017 | 17:42 Uhr

Gegen den französischen Präsidentschaftskandidaten Fillon ist in der Scheinbeschäftigungsaffäre ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. Das meldet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Fillons Anwalt.

Dem konservativen Spitzenkandidaten François Fillon wird unter anderem die Veruntreuung von Staatsgeldern vorgeworfen. Er soll seine Frau und seine Kinder auf Parlamentskosten beschäftigt haben, ohne dass diese eine Gegenleistung erbracht hätten. Fillon hatte bereits erklärt, dass er trotzdem Kandidat für die Präsidentenwahl bleiben will. Die Vorwürfe weist er zurück.

Die zuständigen Untersuchungsrichter luden Fillon am Dienstagmorgen vor und leiteten ein Ermittlungsverfahren gegen ihn ein. Ursprünglich hatten sie den Ex-Premierminister erst für Mittwoch vorgeladen. Die Befragung wurde aber um 24 Stunden vorgezogen, damit sie in "Ruhe" stattfinden könne, sagte Fillons Anwalt Antonin Lévy der AFP.

Über dieses Thema wurde am 14. März auch in den SR-Hörfunknachrichten berichtet.

Artikel mit anderen teilen