Justizia (Foto: Pixabay/WilliamCho)

Lothringische Bergleute finanziell entschädigt

  23.08.2021 | 18:03 Uhr

Der Streit lothringischer Bergleute um Entschädigungszahlungen ist beendet. Die Banque de France hat nach Angaben der Gewerkschaft CFDT am Montag mehr als sieben Millionen Euro überwiesen.

Jeder der verbliebenen 727 Bergleute aus dem Kohlebecken um Forbach und Freyming-Merlebach erhält nun 10.000 Euro plus 100 Euro für die Prozesskosten. Sie waren über Jahre unter Tage toxischen Stoffen ausgesetzt gewesen. Sie wollten für das Risiko entschädigt werden, Krebs zu bekommen.

Im Januar war das letzte Urteil gefallen: Nicht nur die Bergleute, sondern jeder, der in Frankreich über längere Zeit krebserregenden Stoffen ausgesetzt war, kann eine Entschädigung erhalten.

Mehr als 60 Kläger verstorben

Das zuständige Ministerium hatte die Auszahlung Monat um Monat verzögert. Demonstrationen der Bergleute und der Einsatz der Wahlkreisabgeordneten Christophe Arend und Hélène Zannier führten zur Überweisung der Millionensumme.

Mehr als 60 der ursprünglich 760 Kläger sind während des jahrlangen Rechtsstreits verstorben. Teilweise haben ihre Familien den Prozess fortgesetzt.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 23.08.2021 berichtet.

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