Der leere Terminal am Flughafen Findel in Luxemburg (Foto: picture alliance / Markus Mainka)

Luxemburg gilt in mehreren Ländern als Risikogebiet

Thomas Braun   11.07.2020 | 08:38 Uhr

Gleich in mehreren europäischen Staaten müssen Reisende aus Luxemburg derzeit mit Einreisebeschränkungen rechnen. Deutschland weist Luxemburg aktuell noch nicht als Risikogebiet aus - auch wenn die Zahl der Neuinfektionen zuletzt deutlich anstieg.

Seit Samstag macht Dänemark seine Grenzen für Luxemburger dicht, Norwegen will für luxemburgische Reisende Quarantänemaßnahmen einführen. Auch in Litauen, Estland, Lettland, Irland, Slowenien, Rumänien, Finnland, der Slowakei und Zypern gelten derzeit Einreisebeschränkungen, wie der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn am Freitag auf eine Parlamentsanfrage antwortete. Die Beschränkungen reichen demnach von einer Quarantäne-Verpflichtung bis hin zu einem Einreiseverbot bei nicht unbedingt notwendigen Reisen. Zuerst hatte die Zeitung Luxemburger Wort darüber berichtet.

Noch keine Einreisebeschränkung nach Deutschland

Nach Angaben des Auswärtigen Amtes in Berlin bestehen für die Einreise in Deutschland derzeit keine Beschränkungen. Die Reise- und Sicherheitshinweise würden allerdings laufend überprüft und angepasst, heißt es auf SR-Anfrage. Es gelte nach wie vor, dass auch innerhalb Europas wieder eine Reisewarnung ausgesprochen werde, wenn "ein Land die Neuinfiziertenzahl im Verhältnis zur Bevölkerung von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner kumulativ in den letzten 7 Tagen überschreitet".

Für das 613.000 Einwohner zählende Großherzogtum bedeutet das, dass es täglich nicht mehr als 44 neue Coronafälle geben dürfte. In den vergangenen Tagen lag die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen mehrfach über diesem Wert. Die bislang höchste Zahl an Neuinfektionen in der vergangenen Woche wurde am Donnerstag mit 69 Fällen gemeldet. Am Freitag waren es 58 Fälle.

Groß angelegte Coronatests

Luxemburg testet allerdings nicht nur Einheimische, sondern auch Grenzgänger. Unter den bislang 4777 Coronafällen sind auch 876 nicht in Luxemburg ansässige Personen. Zudem verweist Asselborn darauf, dass in Luxemburg groß angelegt getestet werde - so viel, wie sonst nirgends im Schengenraum. Dies habe er auch wieder in einem Brief an die Nachbarländer und die Staaten mit derzeit restriktiven Einreisebeschränkungen hervorgehoben.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 11.07.2020 berichtet.

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