Straßenbahn in Luxemburg (Foto: picture alliance/Harald Tittel/dpa)

Pandemie macht ÖPNV-Bilanz schwierig

Stephan Deppen / Onlinefassung: Axel Wagner   01.03.2021 | 09:11 Uhr

Seit genau einem Jahr sind Bus- und Bahnfahrten in Luxemburg kostenlos. Eine Bilanz ist jedoch wegen der Corona-Pandemie schwierig. Lockdown und Homeoffice ließen die Besucherzahlen stark schwanken.

Ein Jahr kostenloser ÖPNV in Luxemburg
Audio [SR 3, Stephan Deppen, 01.03.2021, Länge: 00:58 Min.]
Ein Jahr kostenloser ÖPNV in Luxemburg

Elektronisch erfasst werden die Nutzer der Tram, also der Straßenbahn in Luxemburg. Zwischen 31.000 pro Tag im Februar 2020 über nur noch 1400 am Tag im März, lag sie zuletzt sogar bei über 40.000. Die Bahngesellschaft CFL verzeichnete im gesamten Jahr über ein Drittel weniger Fahrgäste – und Extrakosten durch die Pandemie in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro.

Kaum Rückgänge in erster Klasse

Die noch kostenpflichtigen Erste-Klasse-Tickets und die Regio-Tickets haben im vergangenen Jahr kaum Rückgänge verzeichnet. Der fahrscheinlose ÖPNV kostet das Land rund 41 Millionen Euro im Jahr zusätzlich zu den ohnehin rund 500 Millionen für Busse und Bahnen.

Der Ausbau der Tram geht trotz Pandemie planmäßig voran. Die Strecke reicht inzwischen bis zum Hauptbahnhof – was der Innenstadt rund 1900 Busfahrten täglich erspart. Dieser Effekt der neuen ÖPNV-Strategie ist also konkret spürbar.

Video [aktueller bericht am Sonntag, 28.02.2021, Länge: 2:18 Min.]
Luxemburg zieht nach einem Jahr mit kostenlosen ÖPNV Bilanz

Ziel: 20 Prozent mehr Nutzer

Die Zahl der Nutzer des ÖPNV soll bis 2025 um 20 Prozent steigen – unabhängig von Corona. Dafür werden die Buslinien bis 2022 komplett neu konzipiert, die Tram weiter ausgebaut und in das Schienennetz der CFL investiert.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 01.03.2021 berichtet.

Artikel mit anderen teilen

Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja