Straßensperre im französischen Grenzort Schoeneck (Foto: Katrin König)

Saarland errichtete Grenzsperren auf französischer Seite

Lisa Huth   22.03.2020 | 18:40 Uhr

Das saarländische Landesamt für Straßenbau (LfS) hat Straßensperren auf französischen Hoheitsgebiet errichten lassen. Die Sperre ging nahezu 100 Meter auf französischer Seite durch den lothringischen Ort Schoeneck an der Grenze zum Saarland.

Weiße Plastikbarrikaden mit rot-gelben Warnlichtern wurden einer nach der anderen quer über die Straße gezogen. Am Ende kam kein Auto mehr durch, nur noch Fußgänger konnten passieren. Der Schoenecker Bürgermeister Bastian kontaktierte daraufhin französische und saarländische Stellen.

Was war passiert? Für die Straßensperren entlang der Grenze gab es ein Amtshilfeersuchen der Bundespolizei an das Land. Das Saarland war dem nachgekommen, indem es das Landesamt für Straßenbau beauftragt hatte, die Sperren zu errichten. Offensichtlich hatten einige Arbeiter des Subunternehmens das französische Ortsschild übersehen. Oder nicht genau gewusst, wie sie es händeln sollten, dass auf der einen Seite noch ein paar deutsche Häuser standen und auf der anderen Seite bereits französische.

Illegale Straßensperren werden wieder entfernt

Der zwischenzeitlich informierte Europastaatssekretär Roland Theis (CDU) erkannte die Brisanz der Situation. Gemeinsam mit Verkehrsstaatssekretär Jürgen Barke und dem LfS wurde das Subunternehmen beauftragt, die illegalen Straßensperren wieder zu entfernen.

Über dieses Thema berichteten die SR-Hörfunknachrichten am 22.03.2020.

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