Symbolfoto: Eine Demonstration gegen den Pass Sanitaire in Paris (Foto: IMAGO / PanoramiC)

Demo in Metz gegen „Gesundheitspass“

Lisa Huth / Onlinefassung: Axel Wagner   21.08.2021 | 19:16 Uhr

In Metz haben am Samstag erneut Tausende gegen den so genannten „Pass Sanitaire“ demonstriert. Rund 3.000 Menschen nahmen daran teil.

Der friedliche Protest in Metz am Samstag richtete sich auch gegen die Impfpflicht u.a. für Personal aus dem Gesundheitsbereich. Nach Veranstalterangaben nahmen daran mehr als 11.000 Menschen teil, die Polizei sprach von 3.000. Andere Demonstrationen waren von der Präfektur verboten worden, nachdem es nach Angaben von Präfekt Laurent Touvet bei vergangenen Demonstrationen gegen den „Pass Sanitaire“ Ausschreitungen gegeben hatte.

Pendant zu deutschen 3G-Regeln

Der „Pass Sanitaire“, zu deutsch „Gesundheitspass“, ist für alle verpflichtend, die ins Kino, Restaurant, öffentliche Gebäude oder zu bestimmten Veranstaltungen wollen. Die Regelung entspricht den 3G-Regeln in Deutschland: geimpft, genesen oder getestet.

Seit sechs Wochen wird dagegen frankreichweit jeden Samstag protestiert. Die Demonstranten fühlen sich in ihrer Freiheit eingeschränkt. Demos gab es auch in Straßburg, Mulhouse, Colmar und Nancy. Gleich mehrere Demonstrationszüge gab es in Paris.

Auseinandersetzung vor zwei Wochen

Demonstration in Metz gegen den "Pass sanitaire"
Audio [SR 3, Lisa Huth, 21.08.2021, Länge: 00:45 Min.]
Demonstration in Metz gegen den "Pass sanitaire"

Vor zwei Wochen war eine Frau wegen eines antisemitischen Plakats fest genommen worden. Im Zuge dessen war es zu Auseinandersetzungen gekommen. Vorigen Samstag verlief die Demonstration nach Medienberichten friedlich. Denjenigen, die sich nicht an die Vorgaben halten, droht laut Präfektur eine Strafe von 7500 Euro sowie eine Haftstrafe von einem halben Jahr.

Über dieses Thema berichteten die SR-Hörfunknachrichten am 21.08.2021.

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