Gesperrte deusch-französische Grenze bei Bisten (Foto: Becker&Bredel)

Besuchsverbot für Zweitwohnsitze in Lothringen

Lisa Huth   07.04.2020 | 12:46 Uhr

Saarländer oder im Saarland lebende Franzosen dürfen über Ostern nicht ihre Zweitwohnsitze in Lothringen aufsuchen. Das teilte die französische Generalkonsulin im Saarland, Catherine Robinet, mit. Die Regelung gilt für alle Zweitwohnsitze - auch solche am Stock- oder Mittersheimer Weiher.

Robinet sagte, sie werde von vielen Saarländer mit Zweitwohnsitz in Lothringen kontaktiert. Diese verstünden nicht, warum Sie nicht nach Frankreich dürften, wenn sie doch keine Franzosen treffen würden, wenn sie nicht einkaufen gingen und nur in ihrem Garten blieben. „Sie sagen, sie steigen doch nur im Saarland ins Auto ein und in Frankreich vor ihrem Garten wieder aus", so Robinet.

Ausgangsperre strikter als Beschränkung

Die Ausgangsperre in Frankreich aber sei viel strikter als die Ausgangsbeschränkungen in Deutschland. Niemand dürfe sich mehr als einen Kilometer von seinem Hauptwohnsitz entfernen und das auch nur für eine Stunde am Tag. Die Präfektur in Metz werde in den kommenden Tagen strenge Kontrollen auf dem Gebiet des Départements sowie an den Grenzen durchführen lassen.

Frankreichweit dürfen die Bürger ihre Zweitwohnsitze ebenfalls nicht aufsuchen. Die Ausgangssperre bedeutet, dass sie sich in ihrem Hauptwohnsitz aufhalten müssen. Das gilt auch für alle ausländischen Besitzer von Zweitwohnungen in Frankreich.

Seit Beginn der Ausgangsperre wurden laut dem französischen Innenministerium bis zum vergangenen Montag 8,2 Millionen Kontrollen durchgeführt.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 07.04.2020 berichtet.

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