In einem Labor werden Corona-Proben analysiert (Foto: Sebastian Knöbber)

Grand Est nimmt Patienten aus anderer Region auf

  05.11.2020 | 12:59 Uhr

Trotz steigender Corona-Zahlen hat die französische Region Grand Est Corona-Patienten aus der Region Auvergne Rhônes-Alpes aufgenommen. Die nationale Solidarität sei wichtig, betonte die regionale Gesundheitsbehörde ARS.

Nach Angaben der regionalen Gesundheitsbehörde ARS sind am Donnerstag (5.11.) sechs schwer erkrankte Coronapatienten aus der südlich gelegenen Region Auvergne Rhônes-Alpes in Nancy eingetroffen. Vier weitere Intensivpatienten aus Auvergne Rhônes-Alpes würden jetzt in Straßburg behandelt. Derzeit könne Grand Est noch Patienten aus anderen Regionen aufnehmen.

In der ersten Coronawelle im Frühjahr waren 330 Coronapatienten aus der Region Grand Est in anderen französischen Regionen und im Ausland behandelt worden, so ARS. Auch ins Saarland waren einige Patienten zwischenzeitlich verlegt worden. Die Gesundheitsbehörde betont nun, sie beobachte die aktuelle Corona-Lage und ihre Auswirkungen auf das Gesundheitssystem sehr genau. Derzeit breite sich das Virus in der Region stark aus.

Mehr als 4300 neue Corona-Fälle in Grand Est

Das zeigt sich auch an den steigenden Fallzahlen. Nach den neuesten Daten der Behörde wurden am Dienstag in der Region Grand Est insgesamt 4315 neue Corona-Fälle gemeldet, allein 902 davon im Departement Moselle, das direkt ans Saarland grenzt. Am Montag waren nur 2500 neue Fälle in Grand Est (482 in Moselle) gemeldet worden.

1482 Corona-Patienten wurden am Dienstag in den Krankenhäusern der Region behandelt, 202 von ihnen auf Intensivstationen. Allein am Dienstag wurden 21 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gezählt. Seit Beginn der Pandemie sind in der Region bisher 3957 Corona-Patienten gestorben.

Artikel mit anderen teilen

Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja