Medizinisches Notfallpersonal transportiert einen Patienten, der mit dem Coronavirus infiziert ist (Foto: picture alliance/Sebastien Bozon/AFP/dpa)

Schon mehr als 1000 Corona-Opfer in Grand Est

Marc-André Kruppa   01.04.2020 | 12:14 Uhr

Die Lage in der französischen Nachbarregion Grand Est wird immer dramatischer. Nach jüngsten Erhebungen ist die Zahl der Corona-Opfer dort inzwischen auf über 1000 angestiegen.

"Die Lage in Grand Est ist noch sehr angespannt"
Audio [SR 3, Kollegengespräch: Gerd Heger/Marcel Wagner, 01.04.2020, Länge: 03:21 Min.]
"Die Lage in Grand Est ist noch sehr angespannt"

Insgesamt 1015 Menschen sind der Corona-Pandemie in Grand Est inzwischen zum Opfer gefallen. Am schlimmsten ist die Lage in der Region rund um Colmar. Die zweitmeisten Todesfälle verzeichnet inzwischen das direkte saarländische Nachbardépartement Moselle mit 193 Toten. Die Kapazitäten der Intensivbetten in den Krankenhäusern sind fast erreicht. 

Der Metzer Bürgermeister, Dominique Gros, hat sich am Montag nochmal in einem eindringlichen Appell an die französischen Regionen gewandt und Hilfe für die Patienten der zahlreichen überlasteten Krankenhäuser gefordert. Gleichzeitig lobte er auch die Solidarität Deutschlands, das etwa Corona-Patienten aus Grand Est nach Deutschland hat bringen lassen. 

Alten- und Pflegeheime bedroht

Ähnlich wie in Deutschland sind in Grand Est die Alten- und Pflegeheime besonders bedroht. Erstmals hat die Regionale Gesundheitsagentur dazu Zahlen veröffentlicht. Die zeigen, dass in mehr als der Hälfte der Einrichtungen mindestens ein bestätigter Fall aufgetreten ist. In der vergangenen Nacht sind immerhin inzwischen zwei der fünf Millionen bestellten Atemschutzmasken für Medizin- und Pflegeeinrichtungen am Euro-Airport Basel-Mulhouse für die Region eingetroffen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten 01.04.2020 berichtet.

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