Französischer Impfpass (Foto: Imago/Xinhua)

Corona-Zahlen in Frankreich und Luxemburg steigen stark

Axel Wagner   25.03.2022 | 17:41 Uhr

Nach einem deutlichen Rückgang im Februar breitet sich das Coronavirus auch in der Region Grand Est und in Luxemburg wieder aus. Zumindest im Großherzogtum rechnen Experten aber wieder mit einer Entspannung im April.

Fast schien es, als sei die Pandemie bei den französischen Nachbarn am Ende. In der Region Grand Est ging die 7-Tage-Inzidenz im Februar deutlich nach unten. Landesweit lag sie Ende des Monats sogar nur bei knapp über 500. Doch der Schein trügte. Grand Est liegt inzwischen wieder bei 1392,2, das Département Moselle sogar bei 1615,5.

Corona in der Großregion

Die französische Regierung geht nach den Worten von Gesundheitsminister Olivier Véran derzeit davon aus, dass der Anstieg der Corona-Fälle noch bis kommende Woche anhalten und dann im April zurückgehen wird – ein Szenario, dass die Epidemiologen der staatlichen Gesundheitsorganisation Santé Publique France allerdings nicht bestätigen können. Dort heißt es, die Entwicklung sei schwer vorherzusehen. Sie sei vom Verhalten der Bevölkerung und der Entwicklung des Wetters abhängig.

Was aber auch auffällt: Die Auslastung der Intensivstationen ist derzeit auf einem niedrigen Niveau. Von den 359 Covid-Patienten in den Kliniken von Moselle etwa liegen nur 32 auf der Intensivstation.

Mehr als 3000 Klassen geschlossen

Christian Rabaud, Infektiologe und Präsident der medizinischen Kommission am Uniklinikum Nancy, sagte dem „Républicain Lorrain“, man dürfe daher nicht in Alarmismus verfallen. Die Zahl der Intensivpatienten gehe stetig und langsam zurück.

Unterdessen sind in Frankreich an vielen Schulen die Schutzmaßnahmen wieder hochgefahren worden. Mehr als 3000 Klassen wurden wegen Corona-Fällen bei Schülern oder Lehrern geschlossen, auch in den Schulen, die zum Bildungsbezirk der Académie de Nancy-Metz gehören. Außerdem gilt vielerorts wieder Maskenpflicht im Unterricht.

Ähnliche Entwicklung in Luxemburg

Auch Luxemburg verzeichnet wieder einen starken Anstieg bei den Corona-Zahlen. Vergangene Woche stieg die Zahl der Neuinfektionen im Vergleich zur Vorwoche um 30 Prozent an. Besonders betroffen waren die 45- bis 59-Jährigen.

Gleichzeitig bleibt die Lage in den Krankenhäusern aber stabil. Das sei „beruhigend“, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums Santé dem Luxemburger „Tageblatt“. Die Experten im Großherzogtum rechnen mit einem Übergang in eine endemische Lage.

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