Ein Kind steht mit Maske in einer Schule in Frankreich an der Tafel. (Foto: picture alliance/dpa/MAXPPP | Courbe)

Inzidenz in Grand Est halbiert, Luxemburg steigt

Axel Wagner   12.10.2021 | 16:03 Uhr

Die Corona-Fallzahlen in Grand Est sind in den vergangenen Wochen stark zurückgegangen. Lag die Sieben-Tage-Inzidenz vor drei Wochen noch bei über 70, ist sie inzwischen auf weniger als die Hälfte gesunken. In Luxemburg dagegen ist die 100er-Marke wieder überschritten.

Auf 100.000 Einwohner im Großherzogtum kommen nach Stand vom Dienstag 106,3 Infizierte. Vor drei Wochen lag die Inzidenz noch bei 85,4. Besonders in der ersten Oktoberwoche waren die Zahlen stark gestiegen.

Die Großregion im Überblick

Luxemburg lockert weiter

Nichtsdestotrotz steht Luxemburg vor weiteren Lockerungen, auch weil nur wenige Infizierte im Krankenhaus behandelt werden müssen. Derzeit werden 19 Infizierte in einer Klinik behandelt, davon drei auf der Intensivstation.

Die Lockerungen in Luxemburg werden vor allem im Kulturbereich spürbar. Immer mehr Besucher werden zu Konzerten zugelassen. Aktuell prüft das Gesundheitsministerium, ob bei einem Auftritt des Berliner DJs Paul Kalkbrenner in der Rockhal bis zu 6000 Zuschauer dabei sein dürfen.

Gleichzeitig treibt der Staat aber auch die Impfungen weiter voran, gerade bei Jüngeren. Mehr als die Hälfte aller Schüler ab zwölf Jahren sind in Luxemburg inzwischen vollständig geimpft. Ab dem 18. Oktober sollen Impfungen auch direkt in den Schulen möglich sein. Von der Gesamtbevölkerung sind inzwischen nach Angaben des Gesundheitsamtes 409.576 Menschen geimpft. Das entspricht einer Impfquote von 64,52 Prozent.

Intensiv-Auslastung unter 20 Prozent

Deutlich niedriger als in Luxemburg liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Nachbarn in Frankreich. Lag sie vor drei Wochen in der Region Grand Est noch bei 70,3, waren es am Montag nur noch 32. Das Département Moselle liegt in der Region mit 41,7 allerdings nach wie vor weit oben. Nur in Metz und der Gegend um Mulhouse ist die Inzidenz noch höher.

Die Zahl der Coronainfizierten, die im Krankenhaus behandelt werden müssen, ist in Grand Est ebenfalls deutlich zurückgegangen. Die Auslastung der Intensivstationen liegt in der Region bei knapp über 15 Prozent.

Ärzte warnen vor „Winterviren“

Bei den Impfungen hat inzwischen auch Moselle nach Angaben der Gesundheitsbehörde ARS Grand Est vom Montag die 70-Prozent-Marke überschritten. Was die Jüngeren betrifft vermeldet die Santé Publique France nach dem letzten Stand vom 4. Oktober eine Impfquote von 68,3 Prozent für Grand Est bei den Zwölf- bis 17-Jährigen.

Unterdessen warnen Ärzte in Frankreich vor einer Rückkehr der „Winterviren“, also der typischen Atemwegsinfektionen. Insbesondere Kindern dürften davon betroffen sein, auch weil die Maskenpflicht in der Schule demnächst wegfallen soll. Eltern wird geraten, mit ihren Kindern zum Arzt zu gehen, sobald sich Erkältungssymptome oder Atemnot zeigen.

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