Ein Wasserwerfer der belgischen Polizei bei Anti-Corona-Protesten in Luxemburg am 11.12.2021 (Foto: picture alliance/dpa/LUXPRESS | Jean-Claude Ernst)

Ausschreitungen bei Corona-Demo in Luxemburg

  11.12.2021 | 22:01 Uhr

Bei einer Corona-Demonstration in Luxemburg-Stadt ist es am Samstag erneut zu Ausschreitungen gekommen. Ein Teil der Demonstranten hatte den vorgeschriebenen Korridor verlassen. Mehr als 20 Menschen wurden festgenommen. Auch in Metz gab es eine Demo, die allerdings weitgehend friedlich blieb.

In Luxemburg ist am Samstag eine Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen eskaliert. Wie luxemburgische Medien berichten, hatte eine größere Gruppe die vorgesehene Demonstrationsstrecke verlassen. Die war festgelegt worden, nachdem vergangene Woche Demonstranten die Absperrungen eines Weihnachtsmarktes durchbrochen hatten.

Video [aktueller bericht, 16.12.2021, Länge: 2:23 Min.]
Proteste gegen Coronamaßnahmen nehmen zu

Angespannte Lage

Deshalb hatte die Luxemburger Polizei für diesen Samstag aufgestockt und zeigte deutlich mehr Präsenz. Die Beamten konnten die Gruppe, die die Demonstrationsstrecke verlassen hatte, mithilfe eines Wasserwerfers zurückdrängen. Die Demonstranten warfen daraufhin mit Flaschen und Feuerwerkskörpern. Später versuchten einige von ihnen erneut auszubrechen. Mehr als 20 Personen wurden festgenommen.

Am Abend entspannte sich dann die Lage. Die Weihnachtsmärkte am Place d'Armes und am Place de la Constitution waren vorübergehend geschlossen, auch einige Straßen im Stadtzentrum waren nicht zugänglich.

500 Teilnehmer

Insgesamt geht die Polizei von 500 Demo-Teilnehmern aus. Polizisten wurden bei der Demonstration nicht verletzt. Über verletzte Demonstranten liegen keine Angaben vor. Die Polizei kündigte an, auch in der Nacht und am Sonntag Präsenz zeigen zu wollen.

Morddrohungen gegen Politiker

In Luxemburg hat die Polizei am Freitag einen 37 Jahre alten Mann in Untersuchungshaft genommen. Er soll Gesundheitsministerin Paulette Lenert und Premierminister Xavier Bettel in Briefen mit Mord gedroht haben. Auch bei einem weiteren Gegner der Corona-Maßnahmen, einem Organisator der Protestmärsche, gab es eine Hausdurchsuchung.

Am Samstag kam es bei einer Demonstration in Luxemburg-Stadt zu erneuten Auseinandersetzungen mit der Polizei. Eine größere Gruppe der insgesamt rund 500 Demo-Teilnehmer verließen die vorgegebene Strecke, konnte jedoch von der Polizei zurückgedrängt werden. Mehr als 20 Personen wurden festgenommen.

Friedliche Demonstration in Metz

Unterdessen haben in Metz mehr als 220 Personen gegen die Corona-Maßnahmen der französischen Regierung protestiert. Anders als in Luxemburg, wo es bei der Demonstration erneut zu Auseinandersetzungen mit der Polizei kam, blieb der Protest in Metz nach französischen Medienberichten jedoch weitgehend friedlich.

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