Die Flaggen von Luxemburg und Frankreich (Foto: SR/imago)

Corona-Zahlen in Grand Est und Luxemburg sinken leicht

  17.11.2020 | 15:11 Uhr

Seit Anfang November sinkt in Grand Est die Zahl der Corona-Neuinfektionen. Auch in Luxemburg sind die Zahlen wieder zurückgegangen - allerdings nur leicht. Das Großherzogtum plant den nächsten Lockdown.

Im zu Grand Est zugehörigen Département Moselle sank der Inzidenzwert von mehr als 450 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen Ende Oktober auf 291,5. Von Entwarnung kann jedoch noch keine Rede sein: Vom 7. bis 13. November meldete allein das Département Moselle 3019 neue Coronafälle.

Die Zahl der Krankenhauspatienten in Grand Est steigt derzeit, noch liegen die Zahlen aber unter den Höchstwerten im Frühjahr. Ganz Frankreich befindet sich seit Ende Oktober wieder im Lockdown.

Fast 9300 aktuell Infizierte

Auch in Luxemburg sinkt die Zahl der Neuinfektionen seit Anfang November wieder leicht, sie hat sich aktuell auf einem hohen Niveau eingependelt. Derzeit gibt es nach Angaben der luxemburgischen Regierung 9286 aktuell Infizierte. Die Regierung bereitet deshalb einen neuen Lockdown vor. Premierminister Xavier Bettel sagte, wenn die Infektionszahlen nicht besser würden, müssten neue Regeln beschlossen werden.

Die luxemburgische Regierung habe dem Parlament ein Maßnahmenbündel zugeleitet. Ob dieses umgesetzt wird, soll am kommenden Montag entschieden werden. Bettel erklärte, es gehe um Einschränkungen im Bereich von Hotels und Gaststätten sowie um Schließungen im Kulturbereich mit Ausnahme der Museen. Auch könnten zahlreiche Sportveranstaltungen abgesagt werden. Es gehe zudem darum, private Kontakte zu beschränken.

Zahlreiche Verstöße

In der vergangenen Woche hat die luxemburgische Polizei über 300 Verstöße gegen die Corona-Maßnahmen registriert. 270 gebührenpflichtige Verwarnungen wurden an Personen ausgestellt, weil sie gegen die nächtliche Ausgangssperre verstoßen haben. Außerdem sind 25 Gastronomiebetriebe und Geschäfte aufgefallen, die verbotenerweise nach 23 Uhr geöffnet hatten. Die meisten Verstöße wurden in Luxemburg-Stadt festgestellt.

Über dieses Thema haben die SR-Hörfunknachrichten vom 17.11.2020 berichtet.

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