Auf dem Gelände des Atomkraftwerks von Cattenom (Foto: Lisa Huth)

Bundesumweltministerium beobachtet Cattenom

Lisa Huth   16.04.2022 | 21:30 Uhr

Das Bundesumweltministerium hat die möglichen Risse in Cattenom als „ernsthaftes Problem“ bezeichnet. Das Ministerium, das auch für nukleare Sicherheit zuständig ist, will die Lage aufmerksam beobachten.

Feine Risse wurden zuerst in einem anderen Atomkraftwerk in Frankreich festgestellt. Daraufhin wurde weitere Reaktoren untersucht, unter anderem Block 3 in Cattenom direkt hinter der saarländischen Grenze.

Dort gibt es nach Aussage des Betreibers EDF bislang nur Hinweise auf Risse. Diese sind für das Bundesumweltministerium auch deshalb ernsthaft, weil sie unerwartet und zugleich mehrfach festgestellt wurden.

Das Ministerium werde die so genannte „interkristalline Spannungsrisskorrosion“ - also Spannung und Rost an Rohren in einem Absicherungssystem des Primärkreislaufs weiterhin sehr aufmerksam verfolgen.

Block 3 stillgelegt

In Cattenom wird derzeit weiter nachgeforscht. Block 3 ist noch bis August stillgelegt.

Das Ministerium will bei Bedarf kritisch nachhaken. Zuvor hatte die luxemburgische Regierung Aufklärung von der französischen Atomaufsicht gefordert. Auch Saar-Umweltminister Reinhold Jost bat um Informationen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 16.04.2022 berichtet.

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