Menschen vor dem Eiffelturm in Paris (Foto: dpa)

Erste Bilanz nach einem Jahr Saarlandbüro in Paris

  29.03.2017 | 08:40 Uhr

Ein Jahr nach ihrer Eröffnung hat die saarländische Landesvertretung in Paris noch keine neuen Kontakte in die Wirtschaft geknüpft. Das sagte die Leiterin des Saarlandbüros dem SR. Bisher ging es demnach vor allem darum, das Saarland in der französischen Hauptstadt bekannter zu machen.

Von den deutschen Bundesländern hat nur das Saarland eine Vertretung in Paris. Dieses Alleinstellungsmerkmal galt es zu nutzen, wie die Leiterin des Saarlandbüros, Anne Funk, dem SR sagte. Das Ziel: Die Landesvertretung soll zur Drehscheibe zwischen Frankreich und dem Saarland werden.

So treffen sich die Vertreter der Normandie mit den Saarländern dort, um weitere Pläne in Sachen Bildung zu schmieden. Das Goethe-Institut, die Außenhandelskammer und auch die Pariser Ministerien wurden eingebunden, um Kontakte in die Autoindustrie zu knüpfen oder um den Parisern das Festival Perspectives schmackhaft zu machen.

In Paris einen Namen machen

Direkte Wirtschaftskontakte gibt es aber noch nicht, sagte Funk. Bislang sondiere sie noch die Lage. Aber: Die Landesvertretung sei auf allen wichtigen Veranstaltungen präsent, habe inzwischen einen Namen bei den Akteuren der deutsch-französischen Beziehungen. Zudem sei das Saarland im ersten Jahr in Paris deutlich bekannter geworden.

Das Saarlandbüro ist Teil der Frankreich-Strategie der Landesregierung. Ob dessen Konzept in Paris aufgeht, soll nach zwei Jahren geprüft werden.

Über dieses Thema wurde am 29. März auch in der Rundschau auf SR 3 Saarlandwelle berichtet.

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