Eine Brutwabe aus der bald Bienen schlüpfen, im Garten des Institutes für Bienenkunde in Celle, zusammen mit der Bienenkönigin zu sehen. (Foto: dpa)

Amerikanische Faulbrut entdeckt

mit Informationen der dpa   15.06.2019 | 11:33 Uhr

Die für Menschen ungefährliche Bienenseuche Amerikanische Faulbrut ist an zwei Stellen in Luxemburg festgestellt worden. Betroffen seien zwei Bienenstände, teilte das Landwirtschaftsministerium des Großherzogtums mit. Das hätten routinemäßige Laboruntersuchungen ergeben.

Um die Verbreitung zu verhindern, wurden laut Landwirtschaftsministerium zwei Sperrzonen eingerichtet. Eine Sperrzone in einem Radius von rund drei Kilometern um den Infektionsherd und eine Beobachtungszone im Umkreis von fünf Kilometern. In dem Sperrgebiet liegen den Angaben zufolge 14 kleinere Ortschaften im Norden des Landes.

Für Mensch und Tier ungefährlich

Die Amerikanische Faulbrut ist anzeigepflichtig und nach früheren Angaben des Landesuntersuchungsamtes Rheinland-Pfalz für Bienennachwuchs tödlich. Ausgelöst wird sie durch ein Bakterium. Die Seuche führt dazu, dass sich die Larven zu einer zähen, braunen Substanz auflösen. Ein typisches Merkmal für die Faulbrut in einem Volk sind etwa eingefallene Zelldeckel bei Brutwaben. Für den Menschen und Tiere besteht durch die Seuche aber keine Gefahr.

Alle Bienenvölker werden kontrolliert

Aus der Sperrzone in Luxemburg dürfen den Angaben zufolge nun keine Bienenvölker herausgebracht und auch nur mit behördlicher Genehmigung dorthin gebracht werden. Alle Bienenvölker in der Zone werden im Frühjahr kontrolliert. In die Beobachtungszone dürfen Bienenvölker nur nach Zustimmung der Veterinärverwaltung gebracht werden.

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 15.06.2019 berichtet.

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