Ein Pendler geht an einem stillgelegten Zug vorbei. (Foto: Sadak Souici/Le Pictorium Agency via ZUMA/dpa)

Weiter wenige Züge nach Frankreich

  21.12.2019 | 16:50 Uhr

Die Streiks in Frankreich führen weiter zu Problemen im Bahnverkehr. Nach Angaben der Staatsbahn SNCF fallen über die Feiertage die Hälfte aller Fernzüge aus. Auch die ICE-Strecke über Saarbrücken nach Paris ist betroffen.

Verkehrsstreiks in Frankreich gegen die geplante Rentenreform von Emmanuel Macron haben die Reisepläne von Franzosen und Touristen vor Weihnachten beeinträchtigt. Allerdings waren die Probleme im Zugverkehr am Samstag etwas weniger stark, weil SNCF die Passagiere mehrere Tage im Voraus in Kenntnis setzte und einen Ticketumtausch vorschlug. Es fahren aber trotzdem nur die Hälfte der Hochgeschwindigkeitszüge. Betroffen sind nach Angaben der Deutschen Bahn die Verbindung von Frankfurt über Mannheim nach Marseille sowie die Verbindungen Stuttgart-Paris und Frankfurt-Paris über Saarbrücken.

Reisende nutzen alternative Verkehrsmittel

Bei den Regionalzügen, unter anderem in der Pariser Umgebung, waren die Verbindungen immer noch stark eingeschränkt. Millionen Franzosen werden voraussichtlich in den nächsten Tagen für Treffen mit der Familie zu Weihnachten reisen. Viele haben sich nach alternativen Verkehrsmitteln umgeschaut. Sie nutzen Car-Sharing-Dienste oder Busunternehmen, bei denen es einen Anstieg bei den Reservierungen gegeben hat.

Streik auch über die Feiertage

Die meisten Gewerkschaften im Verkehrssektor haben sich dafür ausgesprochen, dass die Streiks während der Feiertage weitergehen. Bei Verhandlungen zwischen dem Premierminister Édouard Philippe und Gewerkschaftsführern war in dieser Woche kein Kompromiss erzielt worden.

Die Streiks werden wegen der Pläne der Regierung abgehalten, das Renteneintrittsalter auf 64 anzuheben. Die nächsten Gespräche sind erst für den 5. Januar geplant. Bis dahin geht die Deutsche Bahn von einer sehr begrenzten Zahl von Zügen zwischen Deutschland und Frankreich aus.

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 21.12.2019 berichtet.

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